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Georg

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Sunday, October 24th 2004, 11:28pm

Spekulationsblasen

In diesem Thread möchte ich mich mit der Spekulationsblasen an den Börsen auseinander setzen.

Die Spekulationsblasen an der Börse gibt es schon so lange, wie die Börsen selbst existieren.
Man kann behaupten, die Spekulationsblasen gehören zur Börse.
Alle Jahre wieder taucht dieser Phänomen in immer verschiedenen Sektoren auf.
Eine der ersten Spekulationsblasen (wenn nicht sogar sie Erste) war die Tulpenblase in Holland.
Später gabs viele andere, die noch am meisten bekannte, sind die Eisenbahnblase oder die Automobilblase.
Egal im welchen Sektor sie stattfinden, eins haben sie gemeinsam - sie platzen wie die Seifenblasen.

Da sich unsrere Wirtschaft immer schneller "dreht" und das Geld immer schneller durch die Märkte fließt, kann man feststellen daß in der Nachkriegszeit immer häufiger zur Spekulationsblasenbildung kommt.
Eine solche Spekulationsblase bildet sich indem immer mehr Investoren in ein bestimmtes Sektor investieren, weil sie sich sehr gute Rendite aus dem Investment erhoffen.
Irgendwann sammelt sich in so einem Sektor enorm viel Geld und die meisten der potenziellen Käufer sind bereits investiert.
Die Menge der Leute die zu verkaufen bereit sind, stoßt dann auf sehr geringe Nachfrage. Dann zählt das wichtige Sprichtwort der Spekulationsblasen: "If you panic, you panic first!"

Anhand der Charts will ich hier zeigen wo die letzten Spekulationsblasen stattgefunden haben und wo wir vielleicht jetzt eine haben:



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Der letzte Chart zeigt die Entwicklung der Immobilienfons in USA.
So wie die Immobilen steigen, so steigen auch die Schulden in USA.
Die meisten Bauherren verschulden sich um ein Haus zu kaufen bzw. zu bauen.
Somit ist die Schuldenblase gleich der Immobilienblase.
Wie die Schuldenblase aussieht, könnt Ihr Euch in dem Thread "Deflation" anschauen.
Sollte demnächst die US-Wirtschaft in eine Rezession verfallen, werden viele der Schuldner, die Kredite nicht mehr bezahlen können und gezwungen sein die Häuser zu verkaufen.
Es ist dann aber sehr wahrscheinlich, daß sie auf wenige Käufer treffen und die Seifenblase platzt.

Die Immobilienfonds zeigen noch nicht den wahren Ausmaß der Blase, weil die Fonds recht konservativ ausgerichtet sind.
Deutlicher zu sehen kann man den Ausmaß, wenn man sich die Entwicklung der Aktien aus dem Immobiliensektor anschaut:



Es ist eine Frage der Zeit, bis die Kurse auch ihren Boden finden.

Eins ist aber sicher, es wird immer genug Geld geben um eine neue Spekulationsblase entstehen zu lassen.
Wo sie entsteht, ist heute schwer zu sagen.
Es könnte eine neue Technologie sein (Bio-, Nano- oder Energie-technologie), es könnte der asiatische Markt sein (China, Indien) oder die Rohstoffe, die knapp werden wobei die Nachfrage immer weiter wächst.
Die Entwicklung sollte man beobachten um ggf. sofort bei Entstehnug der neuen Blase dabei zu sein.
:)
Neoliberalismus hat versagt. Es ist die Zeit einer neuen Wende. Ich wähle Die Linken bzw. Piraten.

Georg

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Sunday, October 24th 2004, 11:29pm

Von 21.04.2004:


Die Immobilienblase in den USA zeit erste Risse:



Aber auch bei uns gibt es dazu was:

Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau angestiegen: Mehr als 91 000 Versteigerungstermine wurden 2003 bei deutschen Amtsgerichten angesetzt - ein Plus von 4,4 Prozent zum Vorjahr. Der Verkehrswert aller betroffenen Immobilien summierte sich wie im Vorjahr auf 18 Milliarden Euro...
"Rund drei Viertel der Objekte waren privat genutzte Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser", sagt Winfried Aufterbeck vom Argetra-Verlag, der die anfallenden Versteigerungstermine bundesweit erfasst. Beim Rest der Versteigerungen kommen Zinshäuser, gewerbliche Immobilien oder Grundstücke unter den Hammer. ... (Hamburger Abendblatt, 20.4.04)
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Sunday, October 24th 2004, 11:29pm

Von 18.05.2004:


Es zeichnet sich zunehmend ab, daß in Zukunft die meiste Liquidität in die Rohstoffmärkte fließen wird. Das heißt, man wird zukünftig das meiste Geld an der Börsen mit Rohstoffen und Rohstoffunternehmen machen können.

In der Vergangenheit konnte man oft beobachten, daß wenn die Zinsen angehoben wurden, die Preise an den Rohstoffmärkten ebenfals deutlich anzogen.

Die Rohstoffe steigen bereits, vor allem Öl.
Die Nachfrage treibt die Preise nach oben. Die steigende Preise erzeugen Inflation, um der steigende Inflation entgegen zu wirken, heben die Notenbanken die Zinsen an.
Werden die Zinsen angehoben, werden die Rohstoffpreise wahrscheinlich weiter nachziehen. Der Grund:
Die (Rohstoff-)Unternehmen haben meisten relativ kleine Eigenkapitalquote, wenn die Zinsen steigen, steigen auch die Verbindlichkeiten der Unternehmen. Die Kosten werden dann auf die Preise gesetzt.

Chart:

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Sunday, October 24th 2004, 11:30pm

Von 17.10.2004:


Update:

Die Rohstoffmärkte haben sich in den letzten Monaten weiterhin stabil gezeigt. Besonders Öl hat deutlich zugelegt und bereits meine erhöhte Prognose fürs kommende Jahr erreicht.



Charttechnisch ist der Aufwärtstrend intakt, die Nachfrage nach Öl steigt stetig, das Angebot kann da kaum mithalten.
Ich befürchte, ich muß die Prognose bei Ölpreis wieder nach oben korrigieren. Wahrscheinlich auf über 60 $ im kommendem Jahr und zum späteren Zeitpunkt vielleicht sogar weit über 70 $ pro Barrel.
Asien boomt und nur eine Rezession kann die Entwicklung beim Ölpreis stoppen. Eine Rezession ist aber auch nichts Erfreuliches - leider.

Aber nicht nur Öl steigt, andere Rohstoffe auch:

Gold:



In Zeiten der ungewissen Zukunft der Wirtschaft versuchen zunehmend wohlhabende Investoren ihr Geld in stabile Werte anzulegen.
Gold kann zwar schwanken, aber der Wert Null - im Gegensatz zu so manchen Währung oder Aktie - kann nie erreichen. Kaufen zunehmnde Anzahl der Investoren Gold, so steigt der Preis getrieben durch die Nachfrage.
Je schwächer der Dollar desto stärker der Goldpreis.

Kupfer:



Außer anderen Metallen kaufen die Chinesen zunehmend Kupfer.
Der Grund der Entwicklung hier, liegt in stark wachsendem Enegiebedarf der Chinesen.
Die Turbinen und Elektroleitungen werden bekanntlich aus Kupfer hergestellt. Das Potenzial für den Bedarf an elektrichen Energie in China ist immens. Die Preise für Kupfer werden wohl ähnlich wie beim Öl weiter steigen.
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Angesichts der steigenden Energiepreise, kann man davon ausgehen, daß in Zukunft sehr viel Geld in die Entwicklung von Alternativen Energien fließen wird.
Wichitige Gebiete hier, sind Brenstoffzellen, Windkraft, Solartechnik und Erdwärme.
Bis aber die Energiequellen ausreichend Enegie liefern so daß unser Bedarf damit abgedeckt ist, können noch Jahrzehnte vergehen.
Bis dahin könnte sich noch sehr gut der Erdgas-Sektor entwickeln.
Die wetweite Gasreserven sind noch recht üppig verfügbar und der Trend zum Gas ist mittlerweile deutlich zu sehen.
Immer mehr Autos auch bei uns werden mit dem Kraftstoff betrieben.
Ich denke in wenigen Jahren werden bei uns zunehmend mehr PKW's mit dieser Antriebsart verkauft.
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Sunday, October 2nd 2005, 1:58pm

Update:

Fast ein Jahr ist vergangen, Zeit einen Rückblick zu wagen.

Der Immobilienmarkt in den USA ist trotzt der steigenden Zinsen (noch) nicht eingebrochen. Der RMS Index hat auch dieses Jahr exellente Rallye hingelegt - anders als ich erwartet habe:



Der Chart springt bis an die Decke und ich würde den Index nicht mal mit einer Kneifzange anfassen!
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Beim Ölpreis haben sich meine Erwartungen völlig bestätigt.
Der Ölpreis stiegt dieses Jahr auf über 70 $ je Barrel in der Spitze:



Das Zeitalter des billigen Öls gehört wohl der Vergagangenheit an.
Die Gründe dafür:
- die Nachfrage (vor allem aus Asien) steigt ständig.
- die Prodiktion des Öls erreicht Kapazitätsgrenzen.
- die Ölreserven schrumpfen, es werden keine neue bedeutende Ölvorkommen mehr gefunden.
Öl wird auf längere Sicht weiter steigen und Preise um die 100 $ sind keine Utopie.
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Auch das Gold weist einen stabilen Aufwärtstrend auf, der sich zukünftigt noch beschleunigen dürfte:



Schaut man sich die Finanzwelt an, sieht man einen wachsenden Schuldenberg. Die Geldmenge wächst, wäre da nicht die globale Konkurrenz, hätten wir wahrscheinlich jetzt starke Inflationsraten.
Daß der Schuldenberg auf keinem "normalen" Weg abzubauen ist, müßte wohl jedem klar sein. Womöglich wird er über die Währungsabwertung "weginflationiert" werden. Dieses Szenario würde für Gold sprechen und dessen Preise weit über 1000 $!
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Schließlich Kupfer. Der Trend ist stabil wie die Nachfrage aus Asien:




Kupfer könnte erst dann stark fallen, wenn die Weltwirtschaft in eine Krise ruscht und die Nachfrage nach dem rotem Metall abflacht.
So ein Szenario ist nicht undenkbar. In Asien wurden in letzten Jahren immense neue Produktionskapazitäten geschaffen. Sollte die Nachfrage nach den hergestellten Produkten mit der Produktion den Schritt nicht mithalten können, werden die Güter nicht lange auf Halde gebaut werden.
Momentan sehe ich die Gefahr noch nicht, aber den Kupferpreis als Indikator sollte man im Auge behalten.
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Auch die Prognose bezüglich der alternativen Energien hat sich als Treffer erwiesen. Die Solarbranche boomt - langfristigt ein Markt mit großer Zukunft, kurzfristig schwer einzuschätzen weil schon etwas "heißgelaufen".
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Sunday, August 5th 2007, 2:15pm

Update:

Das letzte Update des Threades liegt fast 2 Jahre zurück.
Es ist ein wenig spät, aber bestimmt nicht zu spät das Thema wieder aufzugreifen.
Als ich bereits vor gut zwei Jahren vor einer Immoblienkrise in den USA gewarnt habe, stiegt noch der Immobilienfondsindex noch zu den neuen Höhen.
Trotz steigenden Zinsen schien das damals keinen zu kümmern.
Der RMS-Index wird heute nicht mehr berechnet. Seltsamerweise wurde seine Berechnug fast auf der Spitze aufgegeben.
An seiner Stelle kam jetzt ein anderer Index - der RUF.





DEr Ruf-Index hat sich seit seiner Spitze in 2005 etwa gedrittelt und wie tief er noch fällt, ist vorerst nicht abzusehen.
Der Abwärtstrend ist intakt. Er verstärkt sich noch, weil die Immoblienkrise immer weitere Kreise zieht.
Risikogeneigte Spekulaten können auf den fallenden Zug aufspringen, für Langfristanleger bleibt das Thema tabu.
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Öl hat in den letzten 2 Jahren volatile Entwicklung vorgelegt.
Neue Hoch wurden ausgebildet, aber auch eine Korrektur, die bis 50 $/Barrel reichte, wurde abgeschloßen.
Ob wir noch wieder die 50 $ Marke beim Öl sehen werden, wage ich zu bezweifeln.
Wann die 100 $ MArke ereeicht wird, kann ich nicht sagen, der Trend dürfte aber weiterhin aufwärts zeigen.
Hoffen wir, daß Aufwärtsbewegung nicht allzu dynamisch ausfällt.



Im Chart wurde mit roter Linie der Punkt markiert, an dem der letzte Update stattgefunden hat.
Als Fazit, kann ich mich nur wiederholen:

- die Nachfrage (vor allem aus Asien) steigt ständig.
- die Prodiktion des Öls erreicht Kapazitätsgrenzen.
- die Ölreserven schrumpfen, es werden keine neue bedeutende Ölvorkommen mehr gefunden.
Öl wird auf längere Sicht weiter steigen und Preise um die 100 $ sind keine Utopie.
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Direkt nach dem letztem Update hat sie der Anstieg des Goldpreises wie erwartet beschleunigt.




Nachdem beim Gold der Top bei ca. 720 $/Unze ausgebildet, ging das Edelmetall in einen Konsolidierungtrend über.
Ob die Konsoliedierungsphase bereist angeschloßen wurde, zeigt sich in den nächsten Woche.
Es ist nicht auszuschließen, daß Gold nochmal etwas nachgeben wird, viel wahrscheinlicher erscheint mir aber ein erneuter Antieg über die 700 $ Marke. Gold schütz vor Inflation.
Auf Sicht von wenige Jahren sehe ich Gold über 1000 $/Unze notieren.
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Der Kurs von Kupfer zieht mit dem Aufstieg China als neue Wirtschaftsmacht zusammen:



Die Mögliche Abkühlung der Wirtschaft fand nicht statt. Im Gegenteil, China wächst wie kaum zuvor.
Die Nachfrage nach Kupfer kann kaum befriedigt werden.
Kurzfristig fällt mir schwer bei Kupfer eine Voraussage zu treffen. Es zeichnet sich volatile Entwicklung, die langfristige steigende Tendenz aufweist. Solange China 10 % jährliches Wachstum aufweisen kann, wird kupfer wohl teuer bleiben.
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Neu dazu nehme ich Weizen auf:



Vor zwei Jahren hat sich noch kaum jemand für Agrarrohstoffe interessiert.
Sie waren recht billig. Dies hat sich geändert. Die Zeit der steigenden Agrarrohstoffe ist ausgebrochen.
Weizen ist nur ein Beispiel hier. Auch andere Agrargütter werden jetzt teurer, was die Inflation anheizen dürfte.
Auf Lebensmitteln können wir kaum verzichten und ein Boykott dieser Produkte dürtfe schwierig werden.
Ich gehe von steigenden Preisen in diesem Sektor. Die Gründe:
- durch das hohe Wachstum in Asien, werden die Asiaten zunehmend wohlhabender und fragen immer mehr andere Lebensmittel nach.
Anstatt nur Reis möchten sie auch Fleisch, Gebäcke, Zitrusfrüchte und Süßigkeiten. In Asien lebt die Hälfte der Globalbewölkerung.
- durch das Klimaerwärmung häufen sich die Dürreperioden, die schwache Ernten zu Folge haben. Das Angebot wird knapp.
- viele Böden bringen immer weniger gute Ernten, weil sie im Laufe der Jahre ausgerodet wurden.
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Zum Schluß noch ein Satz zu Alternative Energie.
Die Solarbranche hat sich in den letzten 2 Jahren sehr gut entwickelt. Die Aktie sien nach wie vor teuer. Kein Wunder, die Branche hat wohl eine der besten Aussichten. Interessant finde ich aber auch inovative Unternehmen der Brennstoffzelletechnologie oder Verflüssigung der Kohle. Der Bedarf an Energie wird weiter wachsen. Damit die Energie in Zukunft noch bezahlt werden kann, muß man neue Wege gehen.
Neoliberalismus hat versagt. Es ist die Zeit einer neuen Wende. Ich wähle Die Linken bzw. Piraten.

This post has been edited 2 times, last edit by "Georg" (Aug 5th 2007, 2:23pm)


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