Ausschnitt:
WELT ONLINE: Eine Verschwörung gegen die Linkspartei?
Lafontaine: Es gibt die Erklärung des Springer-Verlages, zu dem auch die WELT gehört, im Wahlkampf keine Anzeigen der Linkspartei zu veröffentlichen. Bild und BamS haben im letzten Jahr sogar Wahlkampf gegen uns gemacht. Trotzdem lese ich Ihre Zeitung regelmäßig, damit ich weiß, was der politische Gegner denkt. Der kann jetzt bei Ihnen lesen, was ich denke.
(...)
WELT ONLINE: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt, die Wirtschaft brummt. Eine Folge der von Ihnen gebrandmarkten neoliberalen Wirtschaftspolitik?
Lafontaine: Dafür kann Merkel nichts. Wir haben eine starke Exportwirtschaft. Das macht sich bemerkbar, wenn die Weltwirtschaft wächst, unabhängig davon, wie dumm sich die Regierung anstellt. In der Binnenwirtschaft aber herrscht Ebbe ? niedrige Löhne, niedrige Steuern für Vermögende, niedrige soziale Leistungen. So kann es keinen dauerhaften Aufschwung geben.
WELT ONLINE: Verdienen deutsche Arbeiter und Angestellte zu wenig?
Lafontaine: Selbstverständlich. Denn die Frage, welchen Lohn jemand empfängt ist unmittelbar eine Folge der Produktivität, also der Wertschöpfung je Stunde. Die ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Löhne aber nicht. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank befinden sich die Masseneinkommen seit über einem Jahr im Sinkflug. Kein anderer Industriestaat ist diesen verhängnisvoll falschen Weg des Lohndumpings gegangen.
Artikel erschienen am Fr, 18. August 2006
Quelle: [EMAIL=http://www.welt.de/data/2006/08/18/1002315.html]
http://www.welt.de/data/2006/08/18/1002315.html[/EMAIL]
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Es ist schon erstaunlich, daß eine Partei, die dittstärkste Wahlergebnisse zu verzeichnen hatte, so wenig in den Medien präsent ist.
Lafontaine sprich sogar von Anitwerbung seitens Axel Springer Verlags.
Kann man das noch Demokratie nennen?
Der Bundestag, die Volksvertretung, entscheidet immer häufiger gegen die Mehrheit des Volkes. Das gefährdet die Demokratie
Das ist auch mein Sagen - wir werden bei wichtigen Entscheidungen nicht gefragt und es werden Gesetze erlassen, die nachteilig für die breite Schicht der Bevölkerung sind.
Selbstverständlich. Denn die Frage, welchen Lohn jemand empfängt ist unmittelbar eine Folge der Produktivität, also der Wertschöpfung je Stunde. Die ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die Löhne aber nicht. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank befinden sich die Masseneinkommen seit über einem Jahr im Sinkflug.
Das Thema haben wir bereits hier umfangreich besprochen - die steigende Produktivität kommt nur den Unternehmensgewinnen zu Gute, die Arbeiter müssen sogar mit Einbüssen rechnen.
Geboten wäre jetzt die Anhebung jener Steuern, die der Konjunktur weniger schaden. Also der Vermögens-, Erbschafts-, und Börsenumsatzsteuer sowie des Spitzensteuersatzes.
Auch hier weiß der Mann wovon er redet- nicht die Schere zwischen den Armen und Reichen weiter auseinander driften und immer mehr Bürger undter die Armutsgrenze fallen lassen. so was führt am Ende zum Blutvergießen.