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Georg

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Tuesday, November 9th 2004, 11:02am

Deutschlands Arbeitsmarkt - Die Prognose.

Arbeitsmarkt
von Lutz Frühbrodt

Was haben George Bush, Chris Roberts und Gerhard Schröder gemein? Stimmt: nichts. Während Chris in die Liebe verliebt ist, sind George und Gerhard einfach nur machtgeil. Doch da trennen sich auch bereits die Wege von Boy George und dem Mann, der selbst noch mit 60 kein einziges graues Haar hat und nicht färben muß (gemeint ist wohlgemerkt nicht der Schlagersänger, sondern der Politbarde). Denn zwischen den beiden Seiten des Atlantiks tut sich in Sachen politischer Ethik ein tiefer Graben auf.


Das US-Wahlvolk hat Bush mit seinem Votum soviel Moralismus attestiert, daß man sogar von doppelter Moral sprechen sollte (Maßeinheit: ein Halliburton pro Lüge). Unser Kanzler zeigt dagegen keinerlei Moral, ja keine Scham. Die Rede ist nicht von den Selbstbedienern in Pannen-Mannis Verkehrsministerium - solche Skandälchen gehören ja schließlich zum Alltag der Bananenrepublik Deutschland.


Das unmoralische Angebot des Kanzlers besteht vielmehr darin, daß er den 3. Oktober als Feiertag abschaffen will. Ein geschickter Schachzug von Schröder, weiß er doch genau, daß die ganze Empörung nur gespielt ist und sich hüben wie drüben alle insgeheim den 13. August als nationalen Gedenktag ersehnen. Es werden also ein paar Krokodilstränen fließen und schon bald steht der "Tag der deutschen Einheit" nur noch im Kalender - und zwar an jedem ersten Sonntag im Oktober.


Da diese geniale Idee nur 0,1 Prozent Wirtschaftswachstum bringt, werden wir aber spätestens ab 2006 ebenfalls nur noch sonntags versehentlich schlecht versteckte Ostereier zertrampeln und uns darauf freuen, daß wir die Micky-Maus-Krawatte mit den dazu passenden Rheuma-Strümpfen schnell umtauschen können, weil der zweite Weihnachtsfeiertag der Vergangenheit angehört. Und zu Neujahr starten wir bald gleich zur Arbeit durch, weil uns die hochprozentige Umdrehungszahl von der Silvesternacht auf Touren hält. Das durchgezogen, ist ein Wachstum von 0,4 Prozent garantiert - aber: nur ein einziges Mal. Da dürften also bald wohl auch unsere Urlaubstage dran glauben müssen. Wissen wir ja eh nichts mit anzufangen.


Der fast noch größere Akt der Unmoral: Der (toll)dreiste Mann mit der schwarzen Tolle (gemeint ist wohlgemerkt nicht ...) will die Arbeitslosenstatistik frisieren und kurzerhand die Alk-II-Bezieher mit Ein-Euro-Jobs als erwerbstätig deklarieren. Das Wirtschaftsministerium hat vor kurzem angekündigt, daß es mit 600 000 solcher Jobs rechnet. Dabei handelte es sich jedoch um einen Druckfehler, denn natürlich läuft es auf sechs Millionen hinaus. Und selbst das ist noch eine Untertreibung. Die altmodische Form der Arbeitslosigkeit ist also bald passé.


Warum das unausweichlich ist? Weil alle Algis ranmüssen. Und weil sich auch beim Begriff "gemeinnützig" der Fehlerteufel einschlich. Selbstredend heißt es "gemein und nützlich", also privatwirtschaftlich. Erste Folge: Die Unternehmen machen aus allen 400-Euro-Mini-Jobs Liliput-Positionen. Zweite Folge: Bald etabliert sich "hire and fire" und zwar in einer spezifisch deutschen Variante. Erst die Massenentlassung, dann die prompte Wiedereinstellung zum Ein-Euro-Tarif.


Wer jetzt allerdings denkt, daß die Bosse der Produktion nicht weiter Beine machen und nach Osteuropa, in die Türkei oder Indien auslagern, täuscht sich gewaltig. Vielmehr lassen sie die neudeutschen Billigheimer als Gastarbeiter einfliegen. Krakau-Kalle, Ostrau-Otto, Izmir-Ingo und Bangalore-Bernhard lösen Florida-Rolf ab.


Kleines Problem am Rande: Durch die geringeren Steuereinnahmen hierzulande bleibt eigentlich kaum noch Geld für die vielen Millionen Alk-II-Bezieher. Doch auch dieses Scheindilemma ist leicht gelöst: Mit dem nachgerade genialen Hartz V werden die Arbeitslosen gezwungen, sich mit Aktien der Unternehmen einzudecken, bei denen sie einen dieser hochlukrativen Ein-Euro-Jobs abgegriffen haben. Die daraus prall sprudelnden Dividenden werden kurzerhand auf die "Stütze" angerechnet. Die wiederum kann dadurch auf einen monatlichen Höchstsatz von 100 Euro reduziert werden. Und die Malocher werden motiviert sein wie nie zuvor.


Das Ergebnis kann sich allemal sehen lassen: Das Zeitalter der Super-Vollbeschäftigung steht unmittelbar bevor und das der in den Himmel schießenden Aktienkurse dazu.


Wozu da noch Moral?


Artikel erschienen am Sa, 6. November 2004
www.welt.de
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Georg

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Wednesday, February 2nd 2005, 10:56pm



Ich frage mich noch wozu wir alle 4 Jahre zur Wahl aufgerufen werden?
Clement hat keine Panik, sein Taschen füllen sich tagtäglich.


Schon seit Jahren redet sich Clement die steigende Arbeitslosigkeit schön:



? ?Ich gehe davon aus, daß es uns gelingen kann, die Arbeitslosigkeit in Deutschland in diesem Jahr unter vier Millionen zu bringen? (2. Januar 2003, ?Deutschlandfunk?)


? ?Die Arbeitslosigkeit wird sich 2004 auch im Jahresdurchschnitt langsam, aber sicher nach unten bewegen.? (31. Oktober 2003, ?FAZ?)

? ?Wir haben die Talsohle durchschritten.? (9. Januar 2004, ?FAZ?)

? ?Ich bin überzeugt, daß wir die Arbeitslosigkeit in geraumer Zeit halbieren können.? (1. September 2004, ?n-tv?)
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Talon Karrde

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Wednesday, February 2nd 2005, 11:20pm

aha, ändert ja nix an der situation, das ganze noch zu posten
Talon Karrde has attached the following image:
  • breakingnews7fy.jpg

Milos

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4

Wednesday, February 2nd 2005, 11:39pm

Naja zumindest haben wir nun mit der SPD endlich eine Partei die es geschafft hat nun die wirkliche Arbeitslosenzahl aufzuzeigen... die CDU hat doch die Arbeitslosen nur versteckt... tja was soll man dazu noch sagen schlimmer geht es nicht mehr :-)
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Thursday, February 3rd 2005, 6:45am

Quoted

Original von Milos
Naja zumindest haben wir nun mit der SPD endlich eine Partei die es geschafft hat nun die wirkliche Arbeitslosenzahl aufzuzeigen... die CDU hat doch die Arbeitslosen nur versteckt... tja was soll man dazu noch sagen schlimmer geht es nicht mehr :-)


Naja, Arbeitslosigkeit ist ein Problemfall und das wird sie auch bleiben, egal wer an der Macht ist - auch wenn es meiner Meinung solche Unterschiede wie von dir angesprochen eine Rolle spielen ... und da gibts ja noch mehr Beispiele (Die CDU hat z.B. bis 1998 gesagt, das es in Deutschland keinerlei Armut gibt, da Personen die davon bedroht sind, ja Sozialhilfe beantragen könnten - es gibt also keine erzwungenen Armen. Die SPD gibt zwar zu, das es Armut gibt - aber in manchen Bereichen herrschen da immer noch große Mankos, wie z.B. bei den Studenten wo der Bafög-Höchstsatz noch ne Ecke unter der Sozialhilfe liegt. Jeder Student der somit eine Bafög-Zahlung erhält (egal welcher Größe, da die Zahlung ja nur den Bereich bis zum Höchstsatz aufstockt) ist somit per definitionem Arm - und darf noch nichtmal Sozialhilfe beantragen!

Und um das Grundproblem der Arbeitslosigkeit zu beseitigen sind halt Reformen erforderlich, die nicht in ein oder zwei Jahren abgewickelt werden können - Hartz IV ist da nur ein Anfang und selbst nach Abwicklung der Agenda 2010 werden da noch weitere Reformen kommen müssen - egal welche Partei an der Macht ist und egal wie es genannt wird.

Georg

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Thursday, February 3rd 2005, 8:18am

@ Talon und Milos

Ich merk ja schon, Ihr habt Eure ANsprüche nahezu auf Null gesenkt,
somit zählt Ihr schon zu den Anspruchslosen - Brot und Spiele und Ihr beide seid glücklich.
8o 8)
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Georg

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Wednesday, February 16th 2005, 12:02am

Cloppenburg/Nieder-sachsen ? Immer mehr Deutsche verlieren ihren Job, weil Billigarbeiter aus Osteuropa für Löhne schuften, die weit unter Tarif liegen (BILD berichtete). Hier sagt Fleisch-Zerleger Frank T. * (30), warum Deutsche in seinem Handwerk kaum noch Aufträge bekommen.

?Als ich 17 war, konnte man im Schlachtbetrieb noch richtig Geld verdienen, damals waren 3000 Mark netto im Monat richtig viel Schotter ? auch wenn du dafür bei null Grad im Akkord 13 Stunden am Stück Schweinebauch schneiden und Schwarte entfernen mußt.?

Heute ist alles anders ? dubiose Vermittler bieten an, die Arbeit von Tschechen, Russen und Marokkanern machen zu lassen: mal legal, mal illegal. Immer spottgünstig.

?Als ich meinen letzten Job hatte, wurden wir morgens um sechs gleich wieder nach Haus geschickt ? die haben lieber eine Sklaven-Kolonne aus Polen genommen.

Die arbeiten für 2,50 bis 4 Euro, statt für 9 bis 15 Euro wie wir ? und müssen davon noch Miete, Messer und Schürze selber zahlen. Sie hausen zu zehnt in einer Einzimmerwohnung, sind nicht versichert und fliegen raus, sobald sie Fehler machen, zu langsam oder krank werden.?

Der junge Fleisch-Mann ist verbittert: ?Es kotzt mich an, daß die Regierung nichts unternimmt, um das zu stoppen. Mindestlohn wäre doch das Mindeste.?

Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/200…erKomplett.html

---------------------------

Ein normalbezahlter Job wird in BRD zum Mangelware.
Vor kurzem wurde bekannt, in die BRD wurden über eine Million Ukrainer eingereist. Einige werden kriminell, einige verdienen ihr Geld mit Prostitution, aber etliche werden schwarz arbeiten und noch mehr reguläre Job vernichten.
Die SPD und die Grünen sollten abdanken. Seitdem die an der Macht sind, läuft alles schief. Ich glaube ein afrikanischer wilder Affe als Kanzler wäre besser.
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8

Wednesday, February 16th 2005, 12:49am

Oh Oh jetzt sind wir hier schon auf Bild Niveau wow. Genau solche Berichte verhelfen der NPD zu vielen Stimmen und wenn du konsequent bist Georg, musst du ultrarechts wählen, denn dann gibt es diese Ausländer nicht mehr.

Ja ja die Ausländer sind an allem Schuld ja ja

Daniel

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9

Wednesday, February 16th 2005, 1:12am

Auweia, ich hoffe nur, dass unser schönes Forum durch solche Bildzeitungszitate nicht in ein "rechtes" Licht gerückt wird... 8o X( ?(
Für immer 1. Liga: NUR DER HSV :thumbsup:
Europaliga ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage! :thumbsup:

Georg

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10

Wednesday, February 16th 2005, 10:46am

@ Morn und Daniel

Wenn Euch Bild nicht gefällt - was ich zum Teil nachvollziehen kann, verzichte ich demnächst auf die Artikel der Bild.
Ob man den obigen Artikel sofort als ultrarechts bezeichen sollte, ist Auslegungsache.
Die Geschichte wurde doch wahrscheinlich nicht frei erfunden, Beweise dafür kann ich natürlich nicht liefern, aber so was dürfte kein Einzelfall sein. Man bracht sich nur die deutschen Großbaustellen anzuschauen, wer der abreitet.

Man sollte sich dann nicht wundern daß immer mehr Menschen die extreme Parteien wählen - dsß sie nicht viel helfen, ist mir klar.
Die extreme Parteien nutzen die Ausweg- und Hoffnungslosigkeit der Menschen aus.
Um so einen Menschen - der Rechts wählt - zu verstehen, müßte sich man in seine Lage versetzen. Es sind ja nicht gleich alle, die sich als Arier ansehen.
Es sind Menschen, die einfach nicht weiter wissen, weil sie ihren Arbeitsplatz verloren haben, der dann oft ein Billigarbeiter aus dem Osten ausführt.
Vielleicht ist mit dem Arbeitsverlust, auch seine Familie auseindergebrochen, weil durch die Arbeitslosigkeit nicht wenige Problmeme entstehen - das kann doch keiner von Euch bestreiten.

Für einen Billigarbeiter aus dem Osten lohnt sich immer noch für 4 ?/h zu arbeiten, weil das Preisniveau im Osten deutlich gerniger ist.
Arbeitet so einer in BRD ein Jahr lang und spart jeden Monat was, weil seine Unterhaltskosten in BRD gering sind, bedingt durch das Wohnen in großen Wohngemeinschaften, kann er sich dann im Osten kleine Eigentumswohnung leisten. Ich kenne mich mit der Lage aus, weil ich im Osten vor Ort war und weiß wie das aussieht.

Was soll aber der Deutsche machen, der seinen Arbeitsplatz verloren hatte?
Er hat so eine Möglichkeit nicht irgenwo nach Westen zu reisen um da für seine Familie mehr Geld zu verdienen. Er muß hier bleiben und zusehen wie er über die Runden kommt. Wie soll er aber mit der Billigkonkurrenz aus dem Osten mithalten?
Soll er mit seiner Familie in eine große Wohngemeinschaft umziehen?
So ein Mensch sucht den Schuldigen für sein Unglück, so ein Mensch hat wohl im Leben nicht so viel verkehrt gemacht, viele habe gute Ausbildung genossen und sind trotzdem arbeitslos.
Die Regierung hat ihn im Stich gelassen - mit Harz IV hat sich seine Lage noch verschärf, wo kann er dann noch Hoffnung schöpfen?
Die Rechte Parteien - die mit seinen Sprüchen besseres versprechen.
Auch bei den Rechten wird er mit der Zeit enttäuscht werden, aber bis es so weit ist, vertraut er noch ihnen.

Jungs, wenn man einen vollen Bauch hat, versteht man den Hungrigen nicht,
bei Euch ist das eindeutig der Fall.

Ich distanziere mich von der rechten Szene eindeutig.
Mir ist völlig klar, daß sie keine vernünftigen Lösungen parat haben,
wahrscheinlich würde sich die Lage in BRD dann noch verschlechtern
wenn sie die Mehrheit in der Regierung erlangen würden.
Man sollte nicht sofort als Befürwortet der rechten Parteien abgestempelt werden,
wenn man auf die mißlungene Arbeit unserer Regierung hinweist.
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Wednesday, February 16th 2005, 11:06am

Also erstmal dazu Georg: Ich bin auch gut gebildet und arbeitslos und ich sage nicht, dass diese Geschichte frei erfunden ist. Vielmehr wird hier alles vereinfacht und das Problem bei den Ausländern gesucht. Es gibt viele Faktoren die zu der hohen Arbeitslosigkeit führen bzw geführt haben und die Ausländer haben damit nicht das geringste zu tun. Deutschland war nie ein Billiglohnland und hat sich eher durch andere Faktoren wie Qualität ausgezeichnet. Und jetzt sag nicht das hat sich durch das vereinte Europa geändert, denn auch vorher wurden einfache Arbeiten eher von Ausländern, weil die auch geringere Hemmschwellen haben, erledigt. Für viele Sachen bekommst du einfach auch keine deutschen Arbeiter (Spargel stechen, Toilettenfrau/mann etc), weil sich viele noch zu schade dafür sind.

Bild ist dafür bekannt alles zu versimplifizieren, aber ist es das Niveau was wir hier haben wollen?

Georg

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12

Wednesday, February 16th 2005, 11:22pm

@ Morn
Mir ist das völlig bewußt, daß das Problem der Arbeitslosigkeit in BRD nicht nur von der Anzahl der Ausländer abhängt.
Das Thema Wettbewerb und Demografie haben wir bereits in Forum hier auch besprochen.
Dennoch ganz von der Hand zu weisen kann man das nicht.
Beispiel USA - obwohl sie ein riesiges Land sind, beschützen sie ihrem Arbeitsmakrkt recht gut. Die Grenze zu Mexiko ist dicht. Ab und zu werden auch Strafzölle (z.B. für Stahl) erhoben um die eingenen Arbeitsplätze zu schützen.
Bei den Japanern sieht es auch recht ähnlich aus, in beiden Ländern liegt die Arbeitslosigkeit viel tiefer als bei uns.
Ich denke so paar Schutzmechanismen hätte BRD auch gebraucht.
Wozu soll die derzeitige Entwicklung denn führen?
Angenommen, die Hemmschwellen der Deutschen würden sinken und viele wären bereit jeder Arbeit anzunehmen. Was nutzt Dir aber eine Arbeit, die auf Ostniveau bezahlt wird, wenn die nicht mal die Mitte bezahlt? Es nutzt wenig wenn man dann unter Umständen 10 - 12 Stunden am Tag arbeitet, aber die Rechnung für defektes Auto nicht bezahlen kann.
Mit Löhnen auf Ostniveau kann man gut im Osten leben, aber nicht bei uns. Die Konkurrenz mit Ausländer auf dem hiesigen Markt ist einfach unfair.
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Milos

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Saturday, February 19th 2005, 2:10am

Quoted

Original von Morn
und die Ausländer haben damit nicht das geringste zu tun.


Ich will hier nun auch nicht auf Ausländern rumreiten aber ganz so stimmt es auch nicht was du da sagst Morn. Es gibt genügend Unternehmer die sich billige Arbeitskräfte holen und Spargelstechen für 5? die Stunde anbieten. Das das Deutsche Arbeiter können ist nicht die frage aber wollen für den billiglohn würde ich das auch nicht. Für den Polnischen Arbeiter sind 5? die Stunde Himmel auf Erden aber nun mal nicht für uns hier... Aber wie schon gesagt die hohe Arbeitslosogkeit hat viele Gründe und an vielen stellen wurde falsch und zu spät gehandelt und nun muss man da durch wohin allerdings der Weg führen wird den unsere Regierung geht ist eine andere frage ... aber wir werden es sicher noch alle erleben allerdings ganz so schwarz wie Georg sehe ich es nicht....
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Saturday, February 19th 2005, 7:53am

Jeder Unternehmer versucht Kosten einzusparen und da sich zur Zeit jedes Produkt über den Preis definiert, wird sich das auch nicht ändern. Das verhalten erzeugt Billijobs, von denen man in den alten Eu-Staaten nicht leben kann. Wobei unsere polnischen Nachbarn das auch zu spüren bekommen werden.

Anderseits wollen die Unternehmen auch keine qualifizierten Jobs schafffen.
Beispiel Deutsche BanK:
Rekordgewinne und Jobabbau und warum? Weil das noch mehr Gewinne für die AKtionäre erwarten lässt, der Kurs wird steigen und die chefetage bekommt ein paar Millionen mehr.

Schutzzölle halte ich für überholt, da damit zumeist nur marode Strukturen erhalten werden (Stahlindustrie in den USA, ein Musterbeispiel an Unproduktivität).
Auf europäischer Ebene sollten wir vieleicht aufhören, den neuen Mitgliedsstaaten Geld für ihre Infrastruktur zu geben, denn die bedanken sich damit, das sie ihre Gewerbesteuer abschaffen (brauchen das Geld ja nicht, die Starssen werden ja von der EU finanziert) und die Industrie wandert nach osten.
Wenn man dann noch die Schwarzarbeit und die illegalen Einwanderungen bekämpft, wäre das schon ein guter Schritt.
Auf alnge sicht stimme ich aber Geroge zu, das der Kapitalismus am Ende ist, nur die Alternative dazu hat auch nicht funktioniert.
We do not mourn the loss of those who die fulfilling their destinies!
The Forestmaster

Im Channel bin ich:
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Georg

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Saturday, February 19th 2005, 11:11am

Quoted

Jeder Unternehmer versucht Kosten einzusparen und da sich zur Zeit jedes Produkt über den Preis definiert, wird sich das auch nicht ändern. Das verhalten erzeugt Billijobs, von denen man in den alten Eu-Staaten nicht leben kann. Wobei unsere polnischen Nachbarn das auch zu spüren bekommen werden.


Das mit den Unternehmen und Preisen stimme ich voll zu, ich weiß aber nicht woran Du denkst in dem Du sagst, daß das Erzeugen der Billigjobs unsere polnische Nachbarn zu spüren bekommen?
Wenn bei uns 5 ?/h als Billigjob gerwertet wird, ist das für polnische Verhälnisse schon überragnend. Damit wir den Polen Konkurrenz machen, müßten die 1 ? Jobs zum Standard werden, denn dann würde sich nicht mehr für Polen lohnen bei uns zu arbeiten, bzw. die deutschen Unternehmen würden dann ihre Produktion nicht mehr nach Osten verlagern.
Ich gehe aber davon aus, daß es so schnell bei uns die Löhne nicht rutschen werden, somit Entwarnung für die Billigarbeiter aus dem Osten.



Quoted

Auf lange sicht stimme ich aber Geroge zu, das der Kapitalismus am Ende ist, nur die Alternative dazu hat auch nicht funktioniert


Kommunismus ist keine Alternative - das System ist noch schlimmer, es pflegt auch den Zinseszinssystem und dazu erstickt die Eigeninitiative der Einzelnen. Als Folge, es fehlt an Allem überall obwohl jeder Arbeit hat, die ihm aber nicht viel bringt, weil für das verdiente Geld kaum Güter zu kaufen gibt.
Der technischer Fortschritt wird enorm verlangsamt, das Geldsystem kollabiert fast ständigt. Das System als Ganzes wird nur noch über ständig hohe Inflationsraten (massive Produktion des Papiergeldes) am Leben erhalten.
Leider beifindet sich Kapitalisums momentan in der Phase, wo die Schulden galopieren und der Staat sich immer weiter verschulden muß.
Die Folge, Leistungen des Saates werden auf Minimum gekürzt, die Steuern müßten steigen.
Aber auch wenn der Staat seine Leistungen sogar auf Null reduzieren würde, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Zinseszinseffekt, alles überrannt hat.
Um das System zu erhalten, müßte man auf die kommunistischen Methoden zurückgreifen - massive Geldausweitung und hohe Inflation - höher als die Zinsraten der Schulden - die Gläubiger wären dann enteignet indem man sie mit wertlosem Geld abspeisen würde.
Das ist aber in usererer globalisierten Welt schwer durchzusetzen.
Wenn USA Inflation produziert, exportieren sie damit Deflation nach Europa und Asien. So was lassen sich die einzelnen Zentralbanken aber nicht gefallen und stützen dann den Dollarpreis. Umgekehrt das Gleiche.

Möglichkeit einer globalen Inflation gibt es jedoch!
Wenn alle Währungen gleichzeitig gegenüber Rohstoffen abwerten,
dh. wenn die Rohstoffpreise global in jeder Währung stark ansteigen.
Schaut Euch mal sie Rohstoffpreise, da wurde bereits zum Einstieg geklingelt.
An dieser Stelle möchte ich nochmal auf den Rogers-Index-Zertifikat verweisen. ;)
Die Chance des Jahrhunderts


Alternative wäre ein System ohne den Zinseszins.
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Sunday, January 22nd 2006, 9:26pm

Köln - Der deutsche Zeitarbeitsmarkt ist in Bewegung. Allein in den vergangenen zwei Wochen sind drei Übernahmen angekündigt oder vollzogen worden. "Die Konsolidierung hat begonnen", kommentiert Ingrid Hofmann, Vize-Präsidentin des Bundesverbandes Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA). Und dies sei erst der Anfang. "Wir werden 2006 noch mehr Fusionen sehen", prognostiziert Hofman, die mit ihrem Unternehmen Hofmann Personal Leasing selbst den Markt sondiert.


Zeitarbeit boomt, und Deutschland ist einer der größten Wachstumsmärkte überhaupt. Mittlerweile sind hierzulande fast 500 000 Arbeitnehmer über Zeitarbeitsfirmen angestellt, gut 100 000 mehr als noch 2004. Den Umsatz auf dem mit rund 5000 Anbietern stark zersplitterten Markt schätzt der BZA auf rund acht Mrd. Euro. "Bis zum Jahr 2010 werden sich der Umsatz und die Zahl der Beschäftigten verdoppeln", sagt Ingrid Hofman. Denn trotz der bisherigen Steigerungsraten - viele Unternehmen wachsen schon jetzt um 15 bis 20 Prozent pro Jahr - ist der deutsche Markt Hofman zufolge noch unterentwickelt. Während in Deutschland ein Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse über Zeitarbeit abgewickelt werden, seien es in den USA, England, Frankreich oder den Niederlanden vier Prozent.


Quelle: http://www.welt.de/data/2006/01/23/835205.html
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Sunday, March 5th 2006, 11:12pm

Eine Schlagzeile aus der aktuellen "Die Zeit"

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Saturday, September 1st 2007, 4:22pm

Der neuste Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt:
Deutsche Wanderarbeiter verdienen ihre Brötchen auf den Baustellen in Polen.

Link: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/200…eo=2420872.html
Für die Polen selber sind die polnischen Löhne zu klein, deswegen fahren sie lieber nach England oder Irland.
Ich frage mich, wie lange dauert es noch in Deutschland, bis die ersten deutschen Spargelstecher nach Ukraine reisen.
Meine Prognose:
Noch mal eine Legislaturperiode a la Schröder und wir sind so weit!
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Saturday, September 1st 2007, 5:12pm

@Georg: Du vergisst allerdings zu erwähnen das es sich um deutsche Fachkräfte handelt, und die deswegen in Polen arbeiten weil Sie dort sehr gut verdienen und Polen keine Fachkräfte hat, du musst schon hiter die kulissen sehen wenn du so etwas postest....
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20

Saturday, September 1st 2007, 7:02pm

Warum gibt es nicht genügend Fachkräfte in Polen?
Weil die meisten in England arbeiten.
Diejenigen, die verbleiben, verlangen mehr Lohn sonst sind sie auch bald in England.
Du hast doch Milos keine Porbleme mit der Auffassung der Texte oder?
Extra für Dich ein Ausschnitt:

Quoted


Jan Moras (33), der polnische Projektmanager der Baustelle, erklärt: „Die Deutschen sind bis zu 20 Prozent billiger als einheimische Arbeiter – und sie leisten ausgezeichnete Arbeit.“



Aus eigenen Quellen vor Ort weiß ich, daß ein polnischer Maurer inzwischen 3000 bis 3700 PLN Monatslohn verlangt. Das sind 800 - 1000 €
Wenn der (Ost)Deutsche Facharbeiter dann 20 % weniger verlangt, dann dürfte er sich mit 650 bis 800 € zufrieden geben.
Kennt jemand einen guten Ostdeutschen Fliesenleger? Ich hätte da einen Auftrag für ihn.
:)
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