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Georg

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Wednesday, November 24th 2004, 10:25am

Inflation - Deflation

Inflation - Deflation: Stormys szenario

Bedingt durch den Globalisierungsdruck, Überkapazitäten, Sparzwang und Käuferstreik wird die Deflation in den nächsten Jahren unser Wirtschaftssystem bedrohen. Die Preise fallen und Arbeit wird immer billiger und knapper mit den entsprechenden Folgen für die Sozialsysteme. Später, wenn die die Staatspleite akut wird und der Preisdruck von der Rohstoffseite zunimmt (vor allem durch knappes Öl), geht die Deflation wahrscheinlich in Inflation über.

Wer z.B. ein Haus kaufen will, sollte (wenn ich recht hätte) jetzt sein Pulver trocken halten. (Wer zu früh kauft, den bestraft das Sonderangebot). In wenigen Jahren würde der Markt dann mit Immobilien überschwemmt, weil überschuldete Häuslebauer zu jedem Preis verkaufen müssten. Wenn dann die Inflation kommt, können Immobilien Werte konservieren. Gold wäre zunächst auch eine Alternative (wenn es noch was nutzt)!

Das Aufeinanderfolgen von Deflation und Inflation ist vor dem zweiten Weltkrieg schon einmal ähnlich abgelaufen. Es muss keinen neuen Weltkrieg geben aber wir werden wahrscheinlich Bundeswehreinsätze im Inneren sehen, wenn "die Systeme" nicht mehr tragen und der bürgerliche Mittelstand in Existenzpanik gerät. Die Bürgerüberwachung wird ja schon aufgerüstet. Ebenso die Einlullung der Menschen durch "Tittiytainment" , Medientrash, Schönfärberei und ?Massenverfettungswaffen" .

Was sich nicht bestimmen lässt ist das Timing der Entwicklung. Der ?Deflations-Tanker? ist noch träge und die ?Schuldeneinheizer? kommen mit dem feuern noch nach, aber von einem bestimmten Punkt an, könnten sich die Ereignisse überschlagen.

Wir haben die Welt vom Kommunismus befreit ? jetzt setzen uns die entfesselten Kräfte unter Deflationsdruck und werden zu Konkurrenten auf den Rohstoffmärkten. Die Chinesen arbeiten für ca. 70 Cent die Stunde, sie kennen kaum soziale Absicherung und Umweltstandards. Auch in Indien und Osteuropa wird ?saugünstig? produziert. Diese Kosten-Schere können wir durch Reformen nicht (auch nicht annähernd) schließen. Bei uns sind die Strukturen halt ?sauteuer?. Die Reförmchen wirkten wie eine Fahrradbremse am ICE.

Wir befinden uns in einer Zwickmühle, in die wohl jede sich entwickelnde Gesellschaft auf Dauer gerät (wie schon die alten Römer). Marktwirtschaftliche Systeme benötigen durch den Zinsdruck (man muss immer mehr zurückzahlen als man sich geliehen hat) ständiges Wachstum. Ständiges Wachstum frisst sich jedoch am Ende selbst, oder stößt an Grenzen. Es gilt das universelle Gesetz des abnehmenden Grenznutzens. Ob beim Bierkonsum oder beim Wirtschaftswachstum, irgendwann kommt der Kater. Auch Kebszellen, die sich in ihrem ?Wirt? exponentiell wachsen, werden am Ende Oper ihres Wuchers. Es gibt Grenzen für alles. So ist es logisch, dass die Schwellenländer mehr Wachstumspotential haben als das ausgewachsene Deutschland. Mein 8-jähriger Sohn hat auch mehr Wachstumspotential als ich. Weil wir jetzt offensichtlich Grenzen erreicht haben, was die Verschuldung (Debitismus) und den Umfang der Sozialsysteme angeht, werden Reformen angemahnt. Ohne drastische Reformen crashen die Systeme - dies wird zu Recht festgestellt. Doch durch drastische Reformen wird der Kreislauf ebenfalls abgewürgt. Denn wenn in Deutschland alles "halbiert" wird, können die Systeme (Renten, Gesundheit, Arbeitslosen- und Sozialhilfe) nicht überleben. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen würden ebenfalls zusammenbrechen. Wenn wir beispielsweise Pensionen kürzen erzeugt dies wiederum Deflationsdruck, weil die Binnennachfrage weiter in die Knie geht. So haben alle irgendwie Recht und Unrecht, weil die Quadratur des Kreises nicht gelingen kann.
Es stimmt, dass wir sparen müssen und Kosten senken sollten. Es stimmt allerdings auch, dass Autos keine Autos kaufen. Es stimmt nach Keynes, dass der Staat in Schwächephasen als Ersatznachfrager Schulden aufnehmen und investieren sollte um Deflation zu verhindern.
Es stimmt aber auch, dass uns die Schulden und die Zinsen längst erdrücken. Ich befürchte, es gibt keine Lösungen außer drastischer Kontraktion und Systemzusammenbrüchen bedingt durch die "normative Kraft des Faktischen". Der Prozess läuft bereits und hat den "point of no return" wohl schon überschritten. Ohne die Behebung des Systemfehlers ?Zinseszins? muss jede Volkswirtschaft früher oder später vor die Wand fahren!

Fehler im System ? die Zinsfalle!

Um etwas zu "unternehmen" benötigt ein Unternehmer Kapital. Dieses Kapital besorgt er sich am Kapitalmarkt, in der Regel über die Geschäftsbanken. Durch die Zinsen und Zinseszinsen muss immer mehr zurückgezahlt werden, als sich der Investor geliehen hat. Diesen Mehrwert, den sich die Kreditgeber als Risiko- Verzichts oder Opportunitätsprämie (man hätte ja auch etwas anderes mit dem verliehene Geld anfangen können) zusätzlich zur Netto-Kreditsumme zurückzahlen lässt, muss der Unternehmer mindestens zusätzlich erwirtschaften. Damit er nicht Pleite geht, muss seine Investition Wachstum hervorbringen. Da diese Spirale aufgrund der am Ende exponentiellen Wirkung (Kettenbriefsystem) irgendwann (historisch ca. alle 70 Jahre) an Grenzen stößt, weil Märkte gesättigt sind und Schulden und Vermögen an verschiedenen Polen akkumulieren (Reiche werden immer reicher - Arme immer ärmer), muss das System am Ende zusammenbrechen. Es sieht so aus, als ob es bald wieder so weit ist. Die Massenkaufkraft geht sichtbar den Bach runter, weil ?die Masse? immer mehr für die Zinsen der Kapitalvermögenden erwirtschaften muss. Kapital unterliegt im Gegensatz zur Arbeit (man muss seinen Lebensunterhalt verdienen) keinem Angebotszwang. Es bildet eine Finanzblase (new economy Aktien, Immobilien, Gold) nach der anderen. Um dass zu verhindern, müsste man ruhende oder spekulierende Kapitalvermögen belasten. Nur so wird es motiviert, in den Wirtschaftskreislauf investiert zu werden, anstatt ?Wertschöpfung? (shareholder-value) abzusaugen.
Die Politik kann machen was sie will - der Zinsstaubsauger legt uns trocken, sodass am Ende Deflation oder Stagflation die Oberhand gewinnen. Dieser Prozess läuft bereits auf Hochtouren, am Übergang zur exponentiellen Phase. Japan steckt seit 15 Jahren in der Deflation und geht bisher nur deshalb nicht unter, weil die Japaner über ein dickes, erspartes Fettpolster verfügen. Weder die Europäer und noch weniger die Amerikaner verfügen über solche Rettungsringe. Die Kapitaldecken schrumpfen.
Es wird zu wenig investiert weil es Überkapazitäten gibt und weil der Mittelsstand kaum noch an Kredite gelangt. Wer überhaupt noch Kredit bekommen will, muss Sicherheiten in 3-facher Höhe anbieten. Was früher als Sicherheit galt (z.B. Betriebsgrundstücke), gilt heute vielfach als Witz mit Lacherfolgsgarantie (Betriebsgrundstücke). Wer einen Kredit bräuchte und ihn nähme, bekommt ihn nicht. wer ihn bekommen würde, braucht und nimmt ihn nicht.
Die Demografie (Kindermangel) wirkt als Multiplikator unserer Probleme ebenso wie der Verfall unseres Innovations-Vorsprungs und die Rohstoffabhängigkeit, insbesondere die ?peal-oil-Problematik?. Dabei geht es nicht um den Zeitpunkt, an dem uns das Öl ausgehen könnte, sondern allein darum, wann uns das billige, leicht erreichbare Öl ausgeht und wann es zu ersten Versorgungsproblemen kommt. Realität ist doch, dass die fossilen Energievorräte endlich sind und dass ein ausufernder Lebensstil, der auf Nachhaltigkeit keine Rücksicht nimmt, nur zeitlich begrenzt durchzuhalten ist. Die dadurch entstandene "Reise nach Jerusalem" in Form von Verteilungskämpfen haben bereits begonnen. Beim Endspiel ums Öl wird kein Machtblock kampflos ausscheiden.

Umweltverramschung und Plünderungskosten (Erderwärmung) kommen noch hinzu.
Aber auch dies sind Kosten, die noch auf die Zukunft abgewälzt werden können und bisher schwerpunktmäßig in anderen Kontinenten entstehen. Der westliche "way of life" kann nicht durchgehalten werden. Wenn man trotzdem plündert bis zum letzten Tropfen ist das Mord an der Zukunft und an der Gegenwart. Wir bräuchten ein globales Projekt "Energieeffizienz" anstatt die knappen Mittel für Ölkriege zu verpulvern.

Die Finanzkrise und die Ölkrise sind Symptome eines Systems, dass ständiges Wachstum benötigt um nicht in sich zusammenzufallen. Womöglich beobachten wir gerade die letze Phase des Verschuldungswettlaufes. Die ersten Blasen sind bereits geplatzt. Den neuen Markt gibt es nicht mehr. Viele Arbeitsplätze in Deutschland stehen an der Klippe. Da reichen 4-5 Jahre Deflation um die Lichter auszublasen. Bei vielen geht es auch noch schneller. Als Unternehmensberater für KMU`s erlebe ich diese Entwicklung aus der Nähe. Die industrielle Basis und somit das Rückgrat unserer Wertschöpfungskette wird mit der Abrissbirne behandelt.
Alle stehen auf der Bremse uns sparen. Das Ersparte des Einen ist der entgangenen Umsatz des Anderen. Besuchen Sie doch mal wieder einen Baumarkt und beobachten Sie, was da noch "made in Germany" ist. Dumpingpreise überall! Beinahe jeden Tag hört man von Firmenverlagerungen und Stellenkürzungen.

Eine Dienstleistungsgesellschaft ohne starke industrielle Basis kann die notwendigen Wachstumsraten für eine Systemstabilisierung nicht liefern. Der Rettungsversuch nach dem Motto ?Du schneidest mir die Haare, dafür repariere ich Deinen Zaun? gleicht einem Perpetuum Mobile. Die gleichen Konzerne und Politiker die einst vollmundig von der ?Dienstleistungsgesellschaft? gesprochen haben, legen die Axt just an dieser Stelle an, und kürzen des kurzfristigen Profites willen, Service und Dienstleistungen.
Inzwischen wandern viele Dienstleistungen, wie zum Beispiel Call-Center, ebenfalls ins Ausland aus, oder werden durch Software wegrationalisiert.
Selbst Teiglinge für Brötchen werden inzwischen aus Polen importiert und hier verramscht. ?es entstehen Discount-Bäckereien und Discount-Kneipen. Auch wenn der ?Geiz ist geil ? Wahnsinn? nachlässt, der Sparzwang wird bleiben. Wir werden am Standort Deutschland nicht billig produzieren können. Die vorhandenen, für unsere Wirtschaft notwendigen Strukturen und Lebenshaltungskosten lassen das nicht zu, auch wenn wir den Gürtel enger schnallen. Wenn sich gleichzeitig die Innovationsfähigkeit weltweit nivelliert, werden sich die Wohltandsniveaus ebenfalls anpassen. Wer dabei ?von unten? kommt hat damit kaum Probleme. Eine drastische Anpassung ?nach unten?, wie sie für Deutschland und andere westliche Länder ansteht, beinhaltet das Risiko von ?Verwerfungen?.

Wenn der Staat sich nicht seit vielen Jahren exponentiell verschulden würde (es handelt sich auch dabei um ein Kettenbriefsystem), um das wachsende Wertschöpfungsdefizit auszugleichen, wäre längst Schluss mit lustig. So konnte das böse Erwachen seit vielen Jahren in die Zukunft verlagert werden wobei sich die Fallhöhe ständig vergrößert, bis der Zinseszinseffekt am Ende seine Sprengkraft entfaltet. Die ?Wiedervereinigungssubventionen? haben den Deflationsdruck in Deutschland um einige Jahre verschoben. Die angehäuften Schulden werden wohl niemals zurückgezahlt und deshalb wird es einer meiner Meinung nach mit einer Inflation enden.

Wir haben einen langen Boom hinter uns, der mit der ?New-Economie-Manie? endetet. Die Folgen sind noch nicht annähernd verarbeitet. Die Wirtschaft wird weiterhin, auch in den USA, künstlich am Leben erhalten. Dort wurde die Geldpresse bereits angeworfen. Die Amerikaner kaufen vor allen in Japan und China Dinge die sich nicht brauchen, mit Geld welches sie nicht haben. Nahezu nichts, was in den USA heute konsumiert wird, kann im eigenen Land preiswerter produziert werden als in diesen Ländern, und kaum etwas, was die USA herstellen, ist dort preislich auch nur ansatzweise konkurrenzfähig. Die sich hieraus ergebenden Konsequenzen, die in der Tendenz auch für Deutschland gelten, sind heute erst in allerersten Anfängen erkennbar. Die Folge ist ein gigantisches Außenhandelsdefizit der Amerikaner. Zum Ausgleich und um den Kreislauf aufrecht zu halten kaufen China und Japan amerikanische Staatsanleihen. Aber die Käufe reichen längst nicht mehr, was den Dollar unter Druck setzt. Auch hier handelt es sich um ein Kettenbriefsystem mit Verfallsdatum. Kommt diese Pumpe zum Stillstand, könnte dies auch der noch fehlende ?Trigger? für den Knock-out in Europa bedeuten. Ein platzen der Immobilienblase wird einen ähnlichen Effekt haben.

Was wir jetzt z.B. an den Börsen sehen ist eine ?Echo-Rallye?, getrieben durch die "Schön-Wetter-Generationen", die sich außer ständigen Wohlstandsvermehrungen und Depotzuwächsen, unterbrochen von kleinen "Konsolidierungen" nichts anderes (schon gar keinen Kondratieff-Winter) vorstellen können.


Die USA suchen die Lösung inzwischen in geopolitischen Kriegen. Es geht also schon ums "Eingemachte". Billiges Öl wird knapp ? schneller als es vielen bewusst ist. Eigentlich müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Abhängigkeit vom Öl zu Verringern. Zunächst vor allem durch sparen und effizienten Einsatz später zunehmend zusätzlich durch technische Alternativen. Viel Zeit bleibt offensichtlich nicht - egal ob die Verfügbarkeit von ?billigem Öl" nun 20, 40 oder 60 Jahre beträgt.
Unsere Politiker erwecken heute den Eindruck, als läge der Aufschwung hinter der nächsten Ecke. Insgeheim aber bastelten sie von den demokratisch hochgefeierten Medien ungestört an neuen Notstandsgesetzen, sie - das sind die Protestanten gegen die Notstandsgesetze von 1968 - ersetzten das alte " Wirtschaftssicherstellungsgesetz" durch eine viel schärfere " Wirtschaftssicherstellungsverordnung" (WiSiV). Diese wurde klammheimlich am 25.11.2003 im Bundestag und am 12.08.2004 im Bundesrat verabschiedet und trat am 13. August in Kraft.
Vielleicht ist Abschottung auf niedrigerem Niveau eine Lösung - aber auch dieser Gedanke gefällt mir nicht. Besser wären Lösungen im Weltmaßstab - aber wir bekommen ja nicht mal unsere Bundesländer unter eine Decke.
Am Ende bleibt wohl nur eine aufgezwungene Sparsamkeit verbunden mit Dezentralisation und Regionalisierung und eine Wiederbelebung der Subsistenzwirtschaft.
Neoliberalismus hat versagt. Es ist die Zeit einer neuen Wende. Ich wähle Die Linken bzw. Piraten.

Void

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Wednesday, November 24th 2004, 10:55am

Da es kürzlich bereits einen ähnlichen Fall hier im Board gegeben hat, sollten wir uns alle angewöhnen, bei kopierten Texten die Originalquelle anzugeben, in dem Fall http://www.wallstreet-online.de/ws/commu…33259&offset=0&

Sir.Knight

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Wednesday, November 24th 2004, 11:14am

Quoted

Am Ende bleibt wohl nur eine aufgezwungene Sparsamkeit verbunden mit Dezentralisation und Regionalisierung und eine Wiederbelebung der Subsistenzwirtschaft.


Jetzt wird es wenig philosophisch:
Sind wir heute glücklicher ,als zu Zeiten der Subsistenzwirtschaft?
Haben wir die ganzen Länder glücklich gemacht, welche wir vor 2 Jahrhunderten kolonisierten und unser industrielles Schema pressten?

Ich frag mich, ob der Mensch jemals den Grad der Vernuft erreicht, um mit dem zufrieden zu sein, was er hat, denn solange wir immer nur nach mehr streben, wird diese Spirale immer wieder von vorne beginnen.
We do not mourn the loss of those who die fulfilling their destinies!
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Void

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Wednesday, November 24th 2004, 11:47am

Quoted

Original von Sir.Knight
Ich frag mich, ob der Mensch jemals den Grad der Vernuft erreicht, um mit dem zufrieden zu sein, was er hat, denn solange wir immer nur nach mehr streben, wird diese Spirale immer wieder von vorne beginnen.


Ich denke nicht denn dieses Verhalten ist m.E. instinkthaft im Menschen gebunden sonst wäre er niemals "so weit" (wie auch immer man das auffassen mag) gekommen. Schon die ersten Menschen mit diesem Verhalten (und das werden vermutlich nicht Homo sapiens sapiens gewesen sein) wären sonst mit ihrem Dasein in der Steppe zufrieden gewesen und hätten nicht versucht, ihre Lebensstandards zu verbessern.

Sir.Knight

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Wednesday, November 24th 2004, 12:14pm

Naja, aber es gibt immer noch ein paar Völker, die ein sehr einfaches Leben führen und sich in den letzten 400 Jahren nur unwesendlich weiterentwickelt haben, was die Lebensumstände betrifft.
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Void

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Wednesday, November 24th 2004, 12:33pm

Da hast du auf jeden Fall recht.
Aber da die absolute Majorität der menschlichen Erdbevölkerung dies anders "auslebt" ist m.E. davon auszugehen das dieses ein vorkommen von Humaner Diversität im Sinne von Darwin ist, also quasi die "Ausnahme die die Regel bestätigt".

Sir.Knight

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Wednesday, November 24th 2004, 12:34pm

Naja, manchmal glaube ich, das sich einfach nur der Stärkere gegen den Klügeren durchgesetzt hat.
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klusi

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Wednesday, December 22nd 2004, 10:32am

Deshalb geht es der Bevölkerung aber nicht schlechter als uns! Aus unserer Sicht vielleicht schon!

Georg

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Wednesday, March 9th 2005, 10:52am

Zinseszinssystem:



Ohne Kommentar.
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Milos

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Wednesday, March 9th 2005, 2:53pm

Quoted

Original von Georg
Zinseszinssystem:



Ohne Kommentar.


Das passt doch zu meinem Spruch " wer den pfennig nicht ehr ist des talers nicht wert :D :D :D"
Trendlupe



NUR DER BVB! UNSER GANZES LEBEN! UNSER GANZER STOLZ!

„Ihr werdet diese Welt niemals verstehen, wenn Ihr nicht auf twitter und facebook seid.“

Georg

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Wednesday, March 9th 2005, 7:06pm

Quoted

Das passt doch zu meinem Spruch " wer den pfennig nicht ehr ist des talers nicht wert


Dem stimme ich zu :)
Wenn aber die Schulden so wachsen wie der "Josephpfennig",
dann sollte man sich nicht wundern, daß es bald eine neue Währung geben wird.

Meine Prognose:
Um das Jahr 2010 bekommen wir eine Währungsreform - wie das im Einzelnen verlaufen wird, kann man aber nur raten.

Gläubiger werden enteignet?
Schuldner belohnt?
Die Banken wären dann die Dummen?
Diesen Prozess werde ich detaliert beobachten.
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Sir.Knight

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Wednesday, March 9th 2005, 7:30pm

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Die Banken wären dann die Dummen?


Ich glaube, dass dies niemals eintreten wird. Das Kapital wird sich zu schützen wissen!
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Georg

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Wednesday, March 9th 2005, 8:32pm

@ Sir Knight

Das denke ich auch, aber die Währung und das Schuldenwachstum werden keinen Bestand haben.
Irgendwie müssen zumindest die Staatschulden beseitigt werden, der größte Gläubiger der Staatschulden sind aber die Banken.
Es wird kein Weg vorbei geben und die Gläubiger werden zumindest auf ein Teil ihrer Forderungen verzichten müssen.
In Vergangenheit löste immer ein Krieg das Problem, wie das in Zukunft anders gelöst werden soll, da bin ich gespannt.
Die Banken werden wohl die bittere Pille schlucken und paar Milliarden an Faulen Krediten abschreiben müssen.
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Georg

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Wednesday, December 7th 2005, 3:25pm

Ein Jahr seit Eröffung dieses Threads ist um, in dieser Zeit konnte man wieder neue Erkenntnisse gewinnen.
Die Frage: Stehen wir vor einer Deflation oder Inflation kann man jedoch immer noch nicht 100 % beantworten.
Einerseits ist der Druck auf die Löhne steitens der aufstrebenden Länder aus Osteuropa und Asien und deren hohe Produktionskapazitäten vorhanden.
Auf der anderen Seite, die für Inflation spricht, stehen die steigene Rohstoff und vor allem Energiekosten.

CBR-Index:



CBR ist ein breitgefaßter Index, der nahezu die Entwicklung aller Rohstoffe beinhaltet.
Man erkennt deutlich, daß die Preise der meisten Rohstoffe seit Anfang 2000er Jahre dramatisch steigen - diese Entwicklung hält immer noch an.

Wenn die Rohstoffpreise steigen, steigt im Normallfall auch die Inflation.
Wenn aber die Inflation steigt, versuchen die Notenbaken dieser Welt dem entgegenzuwirken indem sie das Zinsniveau anheben.
Auf diese Art wird der Konsument angeregt zu sparen (es gibt mehr Zinsen auf Sparbuch) und die Kredite für Neuinvestitionen werden teurer (die potenzielle Investoren halten sich mir Neuinvestitionen zurück, Geld wird eher gehortet, was die Inflation abbremsen müßte).

Ein Blick auf den T-Bond Index:



T-Bond Index ist der Barometer für die 30-jährigen US-Anleihen.
Er verhält sich invers zu den Zinsen, d.h. steigen die Anleihenkurse und somit der T-Bond Index, so fallen die Zinsen.
Umgekehrt - Fällt der Index bedingt durch fallende Anleihenpreise, steigen die Zinsen.
Wie man unschwer erkennt, die absolute Niedrigzinsphase in den USA hatten wir im Jahr 1999 - in der Zeit kurz vor dem Platzen der Aktienblase. Das aktuelle Zinsniveau ist langfristig gesehen aber immer noch niedrig.
Das ist wiederum ein wenig verwunderlich angesichts der steigenden Rohstoffpreise - wie wir oben anhand des CBR-Indexes ablesen können.

Warum ist das so?
Das Zinsniveau beliebt niedrig, weil die Konjuktur in Westländern immer noch lau ist. Die Rohstoffpreise ziehen nur deswegen so stark an, weil die Nachfrage aus Asien enorm ist und immer noch steigt.
Vielleicht wollen die Amis aber lieber die Zinsen niedrig halten, ein hoher Zins würde den Dollar stärken und bei so hohen Handels- und Haushaltbilanzdefizit wäre das unproduktiv.
Die meisten US Schulden befinden sich in den Händen der Asiaten - China und Japan sind die größten Käufer der US-Staatsanleihen.
Amis könnten dazu neigen ihre Schulden loszuwerden - abbezahlen kann man das im Normalfall nicht mehr, weil der Schuldenberg einfach zu groß ist, aber wenn man den Dollar so abwerten würde, daß er nichts wert ist, wäre man die Schulden los.
Wichtig dabei - man müßte sich vorher die Rohstoffquellen sichern, damit man es nachher, wenn der Dollar nichts mehr wert ist, nicht überteuert einkaufen müßte. Solange der Bush US-Präsident bleibt, ist ein Abzug der US-Truppen aus USA so gut wie unnmöglich.

Der Goldpreis:



Der Golpreis spielt in diesem Spiel eine sehr wichtige Rolle.
Goldpreis misst die Entwicklung der Währungen.
Das Gold kann man nicht so einfach drucken und vermehren wie die Geldbanknoten. Es ist in begrenzten Mengen verfügbar und kann nie verderben, es wird immer einen Wert haben.
Gerät eine Währung in Gefahr, egal ob es Dollar, Euro, Rubel oder Peso ist, kann man das sofort in jeweiligen Goldpreis erkennen.
Der Goldpreis hat im Jahr 2000 sein Tief markiert (im Jahr des Platzen der Aktienblase) und seitdem hat er sich verdoppelt.

Aber auch im Euro zieht der Golpreis an:



Fazit:
Das aktuelle Zinsniveau ist vielleicht schon etwas zu tief.
Die Länder sind aber so stark verschuldet, daß sie sich kein hohes Zinsniveau wünschen wollen. Das kann aber eine Folge haben, daß die Investoren nach sicheren Hafen suchen und schwache Währungen meiden. Unternehmer wollen vielleicht für Ihre Ersparnisse schnell die benötigte und stetig im Preis steigende Rohstoffe auf Vorrat kaufen, als den Dollar oder Euro auf dem Konto zu haben.
Wer kein ensprechendes Vorratslager besitzt, kauf dann vielleicht Gold - ein ensprechend großer Tresor reicht vollkommend aus.

Werden die Asienländer weiterhin stark wachsen, wird die Entwicklung anhalten. Während die verschuldete und demografisch veraltete Westländer mit ihren Problemen zu kämpfen haben werden, werden jeweilige Währungen wohl abgewertet, die Rohstopreise in jeweiligen wirtschaftlich schwachen Währugen werden sich weiterhin verteuern.
Eine echte Inflation bekommen wir erst dann, wenn der Euro stark abewerten (Goldpreis von 5000 ? /oz, Ölpreis 300 ? /Barrel) und die Löhne dann exorbitant steigen würden.
Die ersten Anzeichen sind da, aber bis dahin können wir noch in eine Deflation rutschen, wenn sich der Staat kaputtsparen versucht.
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Georg

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Friday, February 24th 2006, 12:32pm

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Sunday, September 17th 2006, 9:01pm

Kaufkraft schwindet

Als Präsident Nixon im Jahr 1971 die letzte schwache Verbindung zwischen Gold und Geld kappte, indem er die Einlösungsgarantie für die Dollarguthaben ausländischer Zentralbanken in Gold aufkündigte, hat er damit ein noch nie dagewesenes Experiment gestartet: Seither - seit 35 Jahren - befinden sich alle Nationen der Erde in einem reinen Papiergeldstandard. War die Kaufkraft des Dollars von 1800 hundert Jahre später - also 1900 - noch dieselbe, und war sie auch im Jahr 1970 noch nicht weit davon entfernt, so hat der reine Papiergelddollar seit 1971 rund neunzig Prozent seiner Kaufkraft verloren. Auch die angeblich so stabile D-Mark hatte bei ihrer Ablösung durch den Euro nur noch fünf Prozent ihres Tauschwertes von 1950. Dem Schweizer Franken erging es keineswegs besser. Und wie eine Studie der Deutschen Bundesbank in Zusammenarbeit mit der Universität Freibourg / Schweiz belegt, hat auch der Euro in seinem kurzen Leben schon wieder vierzig Prozent seiner Kaufkraft eingebüsst.

http://www.schweizerzeit.ch/2106/papiergeld.htm
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Saturday, January 27th 2007, 10:49pm

Quoted

Dass an den Märkten eine Zeitbombe ticken könnte, wurde erst wieder gestern offenbar: Zum Wochenschluss meldete die EZB, dass die Geldmenge M3 im Dezember um 9,7 Prozent hochgeschnellt ist und damit so stark wie seit 1990 nicht mehr. Bei Volkswirten lässt dieser unerwartet starke Anstieg der bedeutenden Liquiditätskennzahl Alarmglocken schrillen, betrachten sie die Geldmenge von heute doch als die Inflation von morgen.


Weiter hier

Achtet auf den Goldpreis.
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Georg

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Monday, December 21st 2009, 2:25pm

Ruhlamat sichert sich größten Auftrag aller Zeiten

Das in Marksuhl ansässige Unternehmen wird 14 Anlagen herstellen, auf denen druckfrische Geldscheine bearbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen wird der Auftraggeber nicht namentlich genannt.

http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/t…t=TA&dbserver=1

Schon bald regenet es viele bunte Scheine vom Himmel.
Die Inflation wird kommen.
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