Allerdings muss man einfach von Georgs ewigem Monopoly-Zusammenbruch Abstand nehmen.
@ Bunny
Ich habe den Eindruck Du würdest jede meine Aussage verneinen, egal wie gut die argumentiert wäre.
Behaupte ich ,die Erde ist eine Kugel, müßte jetzt von Dir das Gegenteil kommen, die Erde wäre doch eine Scheibe.
Ein wenig witzig ist das schon, aber jückt mich nicht so sehr.
Fakt ist auch, dass eine Weltwirtschaftskrise wie 1929 heute kaum noch möglich ist, da es keine dermaßen dominierende Weltmacht mehr gibt. Es nimmt alle anderen sicher schwer mit, wenn die USA Insolvenz anmelden, aber es wird sie nicht komplett mitreißen. Eben die Erfahrungen des Jahres 1929 bewirken, dass immer mehr Staaten sich weniger an die US-Wirtschaft binden und sich auch Ausgleichspartner in anderen Regionen suchen. Das wird sich zu großen Teilen auffangen.
Woher Du diese Behauptung nimmst - die Wirtschaftskrise wie 1929 wäre noch kaum möglich - ist mr schleicherhaft.
Dein Optimismus basiert auf Deinem Unwissen. Es gab schon früher Weltmächte und sie sind zu Grunde gegangen.
Die USA wird oft mit altem Rom verglichen. Zur Roms Blüte dachte wohl keiner, daß so ein Imperium zerfallen könnte.
Mani erkennt einen sehr wichtigen Aspekt, den Du einfach außer Acht läßt.
Es geht um die wachsende Verschuldung der USA. Wenn wir in 2 Jahre über starke Wirtschaftsmacht USA reden, dann nur weil sie sich noch weiter verschuldet haben. Um 1 Dollar Wirtschaftswachstum müssen die USA 6 Dollar Kredite aufnehmen.
Warum es bis jetzt die Blase noch nicht geplatz ist?
Weil der Dollar eine Papierwährung (Fiat-Money) ist, die durch nichts gedeckt ist, außer durch das Versprechen der FED, die über die Stabilität der Währung wacht.
Zur Deiner Behauptung, die einzelne Volkswirtschaften sind nicht mehr so von der US Wirtschaft abhängig.
Hast Du mit Hans Werner Sinn zusammen in der Kneipe gesessen?
Die Finanzmärkte sind so stark vernetzt wie nie zuvor und der Finanzsektor in unseren Volkswirtschaften macht mittlerweile den größten Posten. Früher war das die Industrie, aber das ist Geschichte. Schau Dir doch einfach an was mit den Börsen in Europa passiert, wenn der DOW Jones um paar Hundert Punkte fällt. Die europäischen Börsen verlieren überproportional zum DOW.
Warum ist der Finanzsektor so wichtig?
Weil er das größte Volumen hat - da steckt das meinste Geld.
Das meiste Geld wird heute nicht mit Produktion von Gütern gemacht, sondern mit Geld.
Dabei gibt es zum Teil recht abstrakte Instrumente, die eine Hebelwirkung aufweisen, die das Wachsen der Geldmenge in die Höhe treiben.
Sollte es zum Finanzkollaps kommen - und eines Tages wird man die Finanzblase nicht mehr weiter mit Kreditgeld aufpumpen können - so wird es die komplette Weltwirtschaft treffen, auch die Industrie. Und die Krise wird sich mit Sicherheit nicht nur auf die USA beschränken.
So lange es potenzielle Gläubiger gibt, die den USA Kredite zur Verfügung stellen und das immer mehr an Wert verlorende Dollars akzeptieren, so lange kann das Spiel weiter laufen. Das wird aber nicht immer so sein, vor allem wenn der Kreditberg so weit aufwachsen wird, daß man nicht genügend Kreditgeber finden um die Zinsen zu begleichen.
George W. Bush will neue Steuersenkungmaßnahme einführen um den Bürger mehr Geld für Konsum bereit zu stellen. Er warnt aber gelichzeitig , daß ab 2011 in den USA Steuerabgaben wieder wachsen werden. Will man da in Ernst beiginnen die Schulden zurückzuzahlen?

Wann können die Gläubiger ihre Geduld mit der USA verlieren?
Wenn sie für die Unmengen von Dollars Unternehmen aus den wichtigen Sektoren wie z.B. Öl oder Rohstoffe nicht kaufen dürfen, weil dies die Regierung verbietet. So wollten die Chinesen schon mal ein großes US-Ölkonzern feindlich übernehmen - an Geld hätte es nicht gefehlt, aber der Kongres machte den Chinesen ein Strich durch die Rechnung. Seitdem diserviziert der Chinese seine Währungsreserven, was dem Wert des Dollar nicht so gut tut.
Ich weiß Bunny, daß für Dich das alles nur Müll ist, das man sich aus den Finger gezogen hat.
So manchen kann es aber interessieren. Die Argumente sind nicht so einfach von der Hand zu weisen, es sei denn man verneint einfach alles.
Na dann prost.