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Georg

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21

Sunday, September 24th 2006, 8:04pm

Quoted

Dann gib doch mal ne Prgonose ab wie lange das System noch läuft ??? Ich höre immer nur bald oder so lange dauerts nicht mehr...


@ Milos

Eine genaue Prognose ist kaum möglich, weil es vor allem von Leidebereitschaft der Masse abhängig ist. Wir sahen die Unruhen in Frankreich und zueltzt in Ungarn, dabei wird es zukünftig nicht bleiben.
Die nächste Stufe des Leidtragens beginnt bei uns am 01.01.2007 mit der Mehrwertsteuererhöhung. Die reale Kaufkraft wird weiter sinken, die Finanzlöcher werden aber nicht verschwinden.
Ich kann eine Prognose wagen und ich vermute daß es noch ca. 5 Jahre dauern kann bis das System am Ende ist, ich würde mich aber auf das Datum nicht festlegen. Die Staaten können sich enorm verschulden lassen, weil für die ausgegebene Geldmenge keine Deckung von Nöten ist. Es ist eine reine Papierwährung, die sich leicht per Geldpresse drucken lässt. Auf diese Weise kann das System recht lange am leben erhalten werden, man muß dan aber starke Inflation in Kauf nehmen.
Dann würde man die Währung abwerten und damit auch die großen Geldvermögen. Der Staat könnte sich auf diese Weise recht einfach entschulden. Die Verlierer wären dann die Sparer und die Gläubiger.
So was würde sich als ein schleichender Prozess entwickeln ohne die Reset-Taste irgendwann zu benutzen. In 10 - 20 Jahren müßte man nur auf den dann gültigen Euro-Banknoten 3 - 4 Nullen streichen.
Hyperinflation ist kein seltener Phänomen und jederzeit sehr gut möglich. Man sollte dabei beachten, dass die Gläubiger die herrschende Klasse darstellen und die eher bereit sind die Staatsfinanzen auf dem Rücken des kleinen Mannnes auszubügeln als sich freiwillig enteignen zu lassen. Lassen sie keine Inflation zu, halte ich an der Prognose fest, daß es etwa 5 Jahre dauert bis es knallt.
Neoliberalismus hat versagt. Es ist die Zeit einer neuen Wende. Ich wähle Die Linken bzw. Piraten.

Georg

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22

Tuesday, October 3rd 2006, 6:37pm

Die Grenzen der Maßlosigkeit


In den USA wird im Wahlkampf eifrig über das Thema ?Einkommens-Ungleichgewichte? diskutiert. In Deutschland hat u.a. der Spiegel darüber berichtet. Die Researcher Thomas Piketty und Emanuel Saez haben Daten der US-Finanzbehörde verarbeitet und eine interessante Statistik erstellt. Danach hatte die höchste Einkommensklasse der USA (definiert als die obersten 1 Prozent aller Haushalte) im Jahr 2004 (letzte verfügbare Daten) einen Anteil von 19,5 Prozent am Gesamteinkommen aller US-Haushalte. Nur Ende der 20er Jahre (?Roaring Twenties?) und im Jahr 2000 war deren Anteil noch höher.



Die Grafik zeigt sehr schön, dass die Zeit von der großen Depression bis in die 70er Jahre hinein dem alten Gewerkschaftsslogan ?Wohlstand für alle? ziemlich nahe kam. Die in den ?goldenen Zwanzigern? geschaffenen Unterschiede ebneten sich mehr und mehr ein.

Zu Beginn der 80er Jahre drehte sich das Bild und die Wohlhabenden begannen, ihren Anteil am Gesamteinkommen sukzessive zu erhöhen. In den Jahren 1985 bis 1987 erfuhr diese Verschiebung eine drastische Beschleunigung. Der Crash von 1987 führte zu einer siebenjährigen Pause in der Anteilserhöhung, die von 1995 bis 2000 eine weitere Beschleunigung erfuhr.

Quelle: http://www.wellenreiter-invest.de/Wellen…eiter060923.htm

Übrigens:
Der DOW JONES INDES an der Wallstreet markiert heute den Allzeithoch!!!!
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23

Monday, January 21st 2008, 6:21pm

Ich wärme dieses Thema einfach nochmal auf , weil es jetzt grad Zeit dafür ist. Ich nehme mal meine Aussage und ergänze sie weiter.

Das Problem das ich sehe ist das in Amerika die Wirschaft extrem
Börsenabhänig ist, weil fast die gesamte Bevölkerung die Renten darüber
finanziert. Gleichzeitig liegt ein hohes Staatsdefizit vor und eine
hohe Verschuldung in der Bevölkerung (bei der Bevölkerung ist es bei
uns nicht so). Hinzu kommt ein immenses Aussenhandelsdefizit (mehrere
hundert MRD Dollar pro Jahr), dass nur durch Investitionen aus dem
Ausland kompensiert wird seit Jahrzehnten. Sobald aus welchem Grund
auch immer diese Investitionen ausbleiben geht es in Amerika bergab und
das alles auf einem extrem hohen Schuldenstand inzwischen 9,6 Bio USD. Was nun der Auslöser
sein wird da kann man nur spekulieren (Suprimekrise z.B.).Die Befölkerung in den USA ist extrem hoch verschuldet. und das sparvermögen in der Bevölkerung im Gegensatz zu Deutschland schrumpft ständig, dafür werden immer mehr Kredite aufgenommen.

Mich interessiert der morgige Börsentag und die nächsten Monate. :-) Das worst-case Szenario sehe ich für den Dow so. Erst steigen verstärkt die Kurzfrist und Mittelfristanleger aus und sobald die Langfristanleger, also im speziellen die Bevölkerung aussteigt hat der Dow ein echtes Problem und die Wirtschaft geht auf eine heftige Rezession zu. Ich persönlich denke das die Geschichte definitiv nicht in 6 Monaten gegessen ist.

BunnyBuster

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24

Monday, January 21st 2008, 6:47pm

Seh ich auch so. Allerdings muss man einfach von Georgs ewigem Monopoly-Zusammenbruch Abstand nehmen. De facto ist es doch so, dass der Weltmarkt einen Dollarkurs und einen Ölpreis verkraftet, bei deren alleinigem Erreichen schon der komplette Zusammenbruch vorhergesagt wurde. Nun haben wir beides und die Volkswirtschaften arbeiten noch.
Fakt ist auch, dass eine Weltwirtschaftskrise wie 1929 heute kaum noch möglich ist, da es keine dermaßen dominierende Weltmacht mehr gibt. Es nimmt alle anderen sicher schwer mit, wenn die USA Insolvenz anmelden, aber es wird sie nicht komplett mitreißen. Eben die Erfahrungen des Jahres 1929 bewirken, dass immer mehr Staaten sich weniger an die US-Wirtschaft binden und sich auch Ausgleichspartner in anderen Regionen suchen. Das wird sich zu großen Teilen auffangen.

Und sind wir mal ehrlich. Ich würde auch mal den einen oder anderen Euro als Entwicklungshilfe in die US of A schicken. Wenn man ganz lieb bitte sagt.
Bald hat ja aber auch die Rezessive Politik der Vereinigten Staaten ein Ende und es wird eine Trendwende zu erkennen sein. in 2 Jahren reden wir wieder über eine zu starke Wirtschaftsmacht der Amerikaner.

25

Monday, January 21st 2008, 7:03pm

Das glaube ich so nicht ganz. Ist zwar teils wiederholend, aber. Die pro Kopf Euro Staatsverschuldung ist in den USA inzwischen höher als in Deutschland. Hinzu kommt halt das ein durchschnittlicher Haushalt (mir schwirren aus einem Bericht) 50000 USD verschuldet ist und Sparweltmeister wie wir sind die Amis auch nicht aus Bevölkerungssicht. Ausserdem muss sich die Wirtschaft in den USA vom ihrem Handelsdefizit weg bewegen. Das geht nur über Export und der lässt sich nich so mal eben generieren. Das sind entwicklungen über Jahre. Bei einer Rezession flüchten ebenalls die Auslandsinvestoren und das war lange Zeit die große Wirtschaflsenwicklungslebensader der USA. Kurzum ich befürchtze es wird üer einige Zeit sehr sehr bitter für die USA, aber im Resultat kommt es uns zu gute auch wenn es hier Spuren hinterlässt.

Kurzum ein Dank an Georg W. für diese Meisterleistung und für jahrelange Unterstützung für good old Europe. Er hat sein bestes gegeben die USA in diese Lage zu bringen. ;-)

Georg

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26

Monday, January 21st 2008, 11:48pm

Quoted




Allerdings muss man einfach von Georgs ewigem Monopoly-Zusammenbruch Abstand nehmen.


@ Bunny

Ich habe den Eindruck Du würdest jede meine Aussage verneinen, egal wie gut die argumentiert wäre.
Behaupte ich ,die Erde ist eine Kugel, müßte jetzt von Dir das Gegenteil kommen, die Erde wäre doch eine Scheibe. :)
Ein wenig witzig ist das schon, aber jückt mich nicht so sehr.

Quoted



Fakt ist auch, dass eine Weltwirtschaftskrise wie 1929 heute kaum noch möglich ist, da es keine dermaßen dominierende Weltmacht mehr gibt. Es nimmt alle anderen sicher schwer mit, wenn die USA Insolvenz anmelden, aber es wird sie nicht komplett mitreißen. Eben die Erfahrungen des Jahres 1929 bewirken, dass immer mehr Staaten sich weniger an die US-Wirtschaft binden und sich auch Ausgleichspartner in anderen Regionen suchen. Das wird sich zu großen Teilen auffangen.



Woher Du diese Behauptung nimmst - die Wirtschaftskrise wie 1929 wäre noch kaum möglich - ist mr schleicherhaft.
Dein Optimismus basiert auf Deinem Unwissen. Es gab schon früher Weltmächte und sie sind zu Grunde gegangen.
Die USA wird oft mit altem Rom verglichen. Zur Roms Blüte dachte wohl keiner, daß so ein Imperium zerfallen könnte.
Mani erkennt einen sehr wichtigen Aspekt, den Du einfach außer Acht läßt.
Es geht um die wachsende Verschuldung der USA. Wenn wir in 2 Jahre über starke Wirtschaftsmacht USA reden, dann nur weil sie sich noch weiter verschuldet haben. Um 1 Dollar Wirtschaftswachstum müssen die USA 6 Dollar Kredite aufnehmen.
Warum es bis jetzt die Blase noch nicht geplatz ist?
Weil der Dollar eine Papierwährung (Fiat-Money) ist, die durch nichts gedeckt ist, außer durch das Versprechen der FED, die über die Stabilität der Währung wacht.
Zur Deiner Behauptung, die einzelne Volkswirtschaften sind nicht mehr so von der US Wirtschaft abhängig.
Hast Du mit Hans Werner Sinn zusammen in der Kneipe gesessen? :)
Die Finanzmärkte sind so stark vernetzt wie nie zuvor und der Finanzsektor in unseren Volkswirtschaften macht mittlerweile den größten Posten. Früher war das die Industrie, aber das ist Geschichte. Schau Dir doch einfach an was mit den Börsen in Europa passiert, wenn der DOW Jones um paar Hundert Punkte fällt. Die europäischen Börsen verlieren überproportional zum DOW.
Warum ist der Finanzsektor so wichtig?
Weil er das größte Volumen hat - da steckt das meinste Geld.
Das meiste Geld wird heute nicht mit Produktion von Gütern gemacht, sondern mit Geld.
Dabei gibt es zum Teil recht abstrakte Instrumente, die eine Hebelwirkung aufweisen, die das Wachsen der Geldmenge in die Höhe treiben.
Sollte es zum Finanzkollaps kommen - und eines Tages wird man die Finanzblase nicht mehr weiter mit Kreditgeld aufpumpen können - so wird es die komplette Weltwirtschaft treffen, auch die Industrie. Und die Krise wird sich mit Sicherheit nicht nur auf die USA beschränken.
So lange es potenzielle Gläubiger gibt, die den USA Kredite zur Verfügung stellen und das immer mehr an Wert verlorende Dollars akzeptieren, so lange kann das Spiel weiter laufen. Das wird aber nicht immer so sein, vor allem wenn der Kreditberg so weit aufwachsen wird, daß man nicht genügend Kreditgeber finden um die Zinsen zu begleichen.
George W. Bush will neue Steuersenkungmaßnahme einführen um den Bürger mehr Geld für Konsum bereit zu stellen. Er warnt aber gelichzeitig , daß ab 2011 in den USA Steuerabgaben wieder wachsen werden. Will man da in Ernst beiginnen die Schulden zurückzuzahlen? ;)
Wann können die Gläubiger ihre Geduld mit der USA verlieren?
Wenn sie für die Unmengen von Dollars Unternehmen aus den wichtigen Sektoren wie z.B. Öl oder Rohstoffe nicht kaufen dürfen, weil dies die Regierung verbietet. So wollten die Chinesen schon mal ein großes US-Ölkonzern feindlich übernehmen - an Geld hätte es nicht gefehlt, aber der Kongres machte den Chinesen ein Strich durch die Rechnung. Seitdem diserviziert der Chinese seine Währungsreserven, was dem Wert des Dollar nicht so gut tut.

Ich weiß Bunny, daß für Dich das alles nur Müll ist, das man sich aus den Finger gezogen hat.
So manchen kann es aber interessieren. Die Argumente sind nicht so einfach von der Hand zu weisen, es sei denn man verneint einfach alles.
Na dann prost.
Neoliberalismus hat versagt. Es ist die Zeit einer neuen Wende. Ich wähle Die Linken bzw. Piraten.

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BunnyBuster

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27

Tuesday, January 22nd 2008, 8:21am

Nur dumm, dass DU wieder mal völlig ausser acht lässt, dass zwar unsere Volkswirtschaft darunter leiden wird, wenn die US-Wirtschaft abstürzt, sie daran aber nicht zugrunde gehen wird. In Deutschland sind wir beileibe nicht so börsenabhängig, wie es die US-Wirtschaft ist. Erstens entdecken die Privatanleger gerade erst den Aktienmarkt für spekulative oder Anlagezwecke, zweitens sind nicht alle großen deutschen Unternehmen überhaupt an der Börse dotiert (Bsp. Otto Versand) und drittens geht es mir nicht um totale Verneinung dessen, was du schreibst sondern nur um den gedanklichen Mist, den du produzierst.

Da du endlich wenigstens in gewissen Teilsätzen anfängst auch mal zu argumentieren anstatt dauernd mit der Monopoly-Litanei zu polemisieren, kann man überhaupt erst mal wieder auf dich eingehen. Ich bin da schon ein bisschen stolz auf Dich.

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