Projekt A ? Wasserkühlung in einem PC
Der Sommer naht, die Tage werden länger, es wird warm. So mancher PC Besitzer wird wohl jetzt schon zittern, ob sein PC diesen Sommer übersteht. Manch einer nimmts gelassen, wenns kalt genug bei ihm ist (Fliesen sei Dank).
Nach meinem kleinen Projekt A, dem Hificase Umbau für eine Xbox, hatte ich zudem auch wieder Lust am basteln bekommen.
Link zum Umbau
Wasserkühlung, wofür fragt sich bestimmt jetzt so mancher. Nun, wofür Autotuning, sich schminken, mmm, dürfte bei allem dasselbe bei rauskommen.
Persöhnlicher Reiz, etwas zu verbessern, dezent, vielleicht auch pompös manchmal um etwas aufzufallen, anders zu sein.
Nun, die Philosophie übers Modding in den diversten Bereichen ist nicht unbedingt Thema der Stunde, eher ist dieser Tread eine Art Tagebuch für mein kleines Projekt.
Falls sich jemand da draussen in der ?real World? findet, der auch Erfahrung in dem Bereich des Wasserkühlens hat, möge gerne etwas dazu sagen. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen, ohne Kritik weiß man ja nicht wo man steht. Oder dieser Tread weckt Neugierde in Euch und schaut erstmal, was auf einem zukommen kann, wenn man den Weg einer Wsserkühlung gehen will.
1.Schritt ? Auswahl der Komponenten
Neu, komplette Systeme

Ein Anfang, aber eher ungschickt. Währe langweilig und dieser Tread schnell zu Ende. Die derzeitigen Systeme fangen bei ca 90 Euro an. Sie kühlen die CPU, besitzen einen Radiator, Pumpe mit Ausgleichbehälter und den Lüfter. Größere System die noch die GPU, Northbridge, Festplatte und weiteres kühlen sind da schon etwas teurer, ?gute Systeme? fangen so bei 200 Euro an.
Neu, Einzelteile
Hier scheiden sich die Geister. Ein mancher schwört auf diverse Firmen wie Revoltek, Innovatek oder auch Thermaltake. Bei sowas sind alle Firmen gleich, die wollen alle nur unser bestes, Money. Würde man sich also ein System zusammenstellen, welches Umfangsmässig mit den 90 oder den 200 Euro komplett Systemen gleich ist, währe man arm. Mit 100 Euro Aufpreis mehr müßt Ihr da rechnen. Dafür wird man aber ?belohnt?, die Systeme laufen runder und zuverlässiger als so manch anderes System, zudem kann durch diese Verbesserung ohne Mehraufwand ein bischen getunt werden. Davon rate ich aber bestenfalls ab, wenn man bisher nur wusste wie es geschrieben wird. Eine spätere Erweiterung ist bei dieser Auswahl ohne Probleme möglich.
Gebraucht, komplette Systeme oder Einzelteile
Schwierig zu sagen, die wohl meisten würden davon abraten. Unrecht haben sie nicht, undichtigkeit, hoher Verschleiss vorhanden, abgenutzte Flächen, defekte Bauteile etc.
Der Reiz bei einem gebrauchtem System ist der Preis, weit unter dem eines Neupreises. Dennoch sei Vorsicht geboten, nicht alle Bauteile passen zueinander.
Benötigte Bauteile
- Pumpe/Ausgleichbehälter

Das wohl wichtigste Bauelement in dem System, dient zur Beförderung des Wasser in dem Wasserkreislauf
Der Ausgleichbehälter dient dazu, das keine Luft in einem Wasserkreislauf gelangen kann, es ist also quasi mehr Wasser vorhanden als in einem Kreislauf sein kann, daher seine Reservour ähnliche Bauform. Weiterhin dient er dazu, Wasser in einem System einzufüllen zwecks Neu- oder Nachbefüllung.
- Kühlkörper

In einem Kühlkörper sind eingefräste Kanäle, indem das Wasser durchfliesst und somit die Wärme am optimalsten abtransportiert, weg von der Wärmequelle.
- Radiator

Er dient dazu, das sich das Wasser an dem Metallfächern abkühlt. Der Weg in einem Radiator kann schon sehr lang werden, 3 Meter sind da keine Seltenheit für ein kleines Bauteil. Aufgrund der modernen CPU und die damit entstehenden Wärmeentwicklung in dem Gehäuse sind die meisten Radiatoren mit einem 120cm Lüfter ausgestattet, welcher aber meist nur auf 5Volt betrieben wird. Dadurch ist er quasi nicht hörbar, noise quiet.
- Schlauch

Da brauch ich wohl nicht erwähnen, wozu der benötigt wird. Mittlerweile gibt es UV leuchtenden Schlauch, das Wasser läßt sich ebenso durch Zusätze und durch den Einsatz von UV LEDs zum leuchten bringen. Ganz netter Effekt.
- Festplattenkühler

Diese werden entweder in platter Bauweise oberhalb der Festplatte angebracht, oder in kleiner länglicher Bauweise seitlich angebracht, womit man sie in einem größeren Laufwerksschacht einbauen kann.
- Durchflussmeter

Ein nettes Gimmick, welches durch ein kleines Schaufelrädchen anzeigt, das sich das Wasser in dem Kreislauf bewegt. Kann aussen zur optischen Kontrolle angebracht werden.
- Durchflussgeschwindigkeit, digital
Diese werden auf dem Mainboard aufgesteckt, in dem Sysfan Anschluß. Was normalerweise zur Kontrolle des Lüfters und seine Drehzahl vorgesehen war kann jetzt verwendet werden um die Geschwindigkeit des Wasser zu erfassen ob es sich ?bewegt?, also fliest. Mit einer solchen Kontrolle kann man einen Alarm auslösen, falls sich das Wasser unter einem vorher eingegebenen Wert befindet oder es zu einem Stillstand kommt. Quasi kann man dem Programm auch einen Shutdown erlauben, um einen Systemschaden zu vermeiden.
- Temperaturanzeige
Durch einen vorhanden Anschluss an einem Frontpanel oder eines Controllers kann die Temperatur des Wasser jederzeit kontrolliert und auch angezeigt werden. Währe bsp die Temperatur weit unter dem Durchschnitt, könnte man diverse Pumpen in eine Art ?Silent Modus? versetzen, sozusagen absolut leise, nix mehr zu hören oder dergleichen. Man würde meinen, der PC währe aus. Währe sie darüber müßte die Pumpe etwas mehr in die Hufen treten, alles anpassungsfähig *g*
Damit dürften so die wichtigsten Komponenten einer Wasserkühlung benannt worden sein. Wichtig sind jetzt die Anschlüsse sowie der Schlauch, im PC Modding Bereich für die WaKü (Wasserkühlung) gibt es den 8mm und den 10mm Schlauch. Bleibt jedem selbst überlassen, eines sei aber gesagt, durch einen 10mm Schlauch fliesst das Wasser nicht wesentlich schneller durch das System. Denn es gibt einen Flaschenhals, den beide haben, die Kühlkörper der CPU. Die kleinen gefrästen Kanäle erlauben es nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit Wasser hindurchzulassen, naja, bis sie bersten. Von daher ist es schlichtweg egal, ob man 8mm oder 10mm nimmt. Lediglich die Pumpe wird noch etwas ?Druck? erzeugen können für höheren Durchfluss, sie hat den eigentlich Einfluss auf die Schnelligkeit des Wassers.
Bei den Anschlüssen selbst gibt es die Schnellschraubanschlüsse, dabei wird der Schlauch durch anziehen der Überwurfmutter eingezwengt, er dient quasi als Dichtungsmittel zwischen Wasser und Metall. Und es gibt die schnelle Plug & Cool Technik, hört sich witzig an, ist auch so, irgendwie. Hab die noch nicht live gesehen, damit Ihr aber weißt, wie unterschiedlich die aussehen hab ich für Euch 2 Bilder mitgepostet.
Bild 1 = Plug and Cool ; Bild 2 = Schnellschraub Anschluss